PHILIPS Aktie: RBC hebt Kursziel auf 27 Euro, Barclays sieht 33,50 Euro
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- RBC erhöht am 5. November das Philips-Kursziel von 25 auf 27 Euro und bestätigt „Sector Perform“.
- Barclays hatte das Ziel am Vortag auf 33,50 Euro angehoben und die Aktie mit „Overweight“ bewertet.
- Im dritten Quartal stieg die bereinigte Ebita-Marge auf 13 Prozent; der Umsatz legte vergleichbar um drei Prozent zu.
- Eine Rückstellung von 288 Millionen Euro für US-Ermittlungen drückte den Nettogewinn auf 28 Millionen Euro.
Marktanalyse & Details
RBC sieht begrenzten Abstand zum aktuellen Kurs
RBC hat das Kursziel für Philips von 25 auf 27 Euro angehoben, bleibt aber bei der Einstufung „Sector Perform“. Beim aktuellen Kurs von 27,35 Euro liegt das neue Ziel knapp unter dem Aktienpreis. Barclays setzte das Kursziel am 4. November dagegen von 29,50 auf 33,50 Euro herauf und bestätigte „Overweight“.
Die unterschiedlichen Einschätzungen zeigen, dass Analysten die jüngsten Fortschritte zwar anerkennen, aber nicht gleich bewerten, wie viel Erholung bereits im Kurs steckt. Der Kurs hatte nach den Quartalszahlen und der Grundsatzeinigung mit dem US-Justizministerium deutlich zugelegt.
Operative Stärke trifft auf Rechtsrisiken
Philips erzielte im dritten Quartal knapp 4,4 Milliarden Euro Umsatz, zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf vergleichbarer Basis betrug das Wachstum drei Prozent. Das Neugeschäft legte vergleichbar um acht Prozent zu. Das bereinigte Ebita stieg von 531 auf 569 Millionen Euro; die Marge verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 13 Prozent und übertraf damit die Markterwartungen.
Dem steht die Belastung aus dem Rechtsstreit um Schlafapnoe- und Beatmungsgeräte gegenüber. Für eine Grundsatzvereinbarung mit dem US-Justizministerium im Zusammenhang mit straf- und zivilrechtlichen Untersuchungen stellte Philips 288 Millionen Euro zurück. Der Nettogewinn sank dadurch von 187 auf 28 Millionen Euro. Die Jahresprognose ließ der Konzern unverändert.
Analysten-Einordnung: Die angehobenen Kursziele spiegeln die bessere operative Entwicklung wider: Margen und Auftragseingang geben dem Erholungskurs Substanz. Die Rückstellung und die weiter bestehenden Folgen des Geräte-Rückrufs zeigen jedoch, dass Rechtsrisiken und mögliche finanzielle Belastungen nicht erledigt sind. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass sich die Einschätzung der Aktie weiterhin daran entscheidet, ob Philips die Margenverbesserung verstetigen und die Altlasten kontrollieren kann. RBCs Ziel nahe dem aktuellen Kurs signalisiert dabei eine vorsichtigere Bewertung als Barclays’ optimistischerer Ausblick.
Fazit & Ausblick
Philips hält an seiner Jahresprognose fest. Im Fokus stehen nun die nächsten Geschäftszahlen und die Umsetzung der US-Grundsatzeinigung. Die jüngsten Kurszielanhebungen stützen die positive operative Perspektive, sind aber kein Ersatz für den Nachweis, dass profitables Wachstum und der Abbau der Rechtsrisiken dauerhaft gelingen.
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