On Holding unter Druck: Raymond James und JPMorgan senken Kursziele nach Q2-Verfehlung
Kurzüberblick
Mehrere Analysten haben ihre Einschätzung zu On Holding (ONON) angepasst: Am 12. August 2026 senkte Raymond James das Kursziel deutlich und stufte die Aktie von Strong Buy auf Outperform ab. Nur wenig später folgte mit JPMorgan eine weitere Kurszielkürzung bei gleichzeitigem Overweight-Votum. Aktuell notiert die Aktie in Europa bei 27,02 € (Stand 12.08.2026, 14:20 Uhr) und liegt seit Jahresbeginn rund 32,79 % im Minus.
Die Begründung für die Zurückhaltung: On habe im zweiten Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Ausblick enttäuscht. Besonders im Fokus steht dabei der Druck im North-America-Wholesale-Geschäft sowie die nur eingeschränkte Sichtbarkeit, wie nachhaltig die zuletzt stärkeren Wachstumsraten tatsächlich ausfallen werden.
Marktanalyse & Details
Analysten-Updates im Überblick
- Raymond James: Abwertung von Strong Buy auf Outperform, Kursziel von 52 USD auf 38 USD.
- JPMorgan: Kurszielkürzung von 51 USD auf 41 USD bei Overweight.
- William Blair (bereits 11.08.): Downgrade von Outperform auf Market Perform; als Risiko genannt: ein zunehmend promotionaleres Umfeld und dadurch weniger belastbare Wholesale-Erwartungen.
Was der Markt nach dem Q2-Update einpreist
Hinter den Kurszielkürzungen steht die Reaktion auf das jüngste Quartal: On habe eine Umsatzverfehlung im Q2 gemeldet und den Guide nach unten angepasst. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt von operativen Erfolgen hin zu der Frage, wie stabil sich das Wholesale-Geschäft – insbesondere in den USA – in den kommenden Quartalen entwickeln kann.
Gleichzeitig liefert das Unternehmen auch positive Signale: Aus den jüngsten Berichten geht hervor, dass die Bruttomarge auf ein Rekordniveau von 65,4 % gestiegen ist. Das Jahresziel für die Bruttomarge wurde zudem auf mindestens 65,0 % angehoben.
Analysten-Einordnung
Die Analystenstimmen deuten darauf hin, dass der Markt trotz besserer Margen vor allem die Ertragsqualität über den Umsatzkanal neu bewertet. Für Anleger bedeutet das: Starke Margen können kurzfristig stützen, reichen aber nicht aus, wenn sich bei Wholesale-Abnahmen (insbesondere in Nordamerika) eine schwächere Nachfrage oder stärkerer Preis-/Werbedruck abzeichnet. Dies deutet darauf hin, dass die nächste Kursphase stärker davon abhängt, wie schnell On die Sichtbarkeit bei Absatz und Wachstum wieder erhöht. Raymond James bleibt zwar längerfristig konstruktiv und verweist auf intakte strategische Stellhebel (etwa Kundenakquise, Distribution und Produktinnovation), reduziert jedoch die Zuversicht für das Near-term Upside. Das ist ein klassisches Muster: Sobald Guidance-Signale und regionale Vertriebsdynamik das Wachstum dämpfen, steigen die Anforderungen an die Kontinuität der Ergebnisentwicklung.
Fazit & Ausblick
Mit den aktuellen Kurszielkürzungen rückt bei On Holding die Frage nach der Wholesale-Stabilisierung in Nordamerika sowie nach der nachhaltigen Wachstumsrate stärker in den Vordergrund. Für Anleger dürfte daher vor allem entscheidend sein, welche Fortschritte das Unternehmen im nächsten Quartalsbericht bei Umsatzsichtbarkeit und Guidance-Qualität liefert und wie konsequent das Preis-/Promo-Umfeld in den USA adressiert wird.
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