ON HLDNG Aktie: Mbappé-Kontroverse erhöht China-Risiko für On
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Kontroverse um Kylian Mbappé löste in China negative Reaktionen bei Verbrauchern und Marken aus.
- On Holding machte Mbappé im September 2026 zum globalen Markenbotschafter und zum Gesicht des Fußballsparte-Einstiegs.
- Die China-Umsatzannahmen bleiben vorerst unverändert, da die Partnerschaft dort bislang kaum kommerziell genutzt wird.
- Um 14:30 Uhr notierte die ON-Aktie bei 28,47 Euro und damit 3,79 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
Kontroverse trifft auf neue Markenpartnerschaft
Der französische Fußballstar Kylian Mbappé geriet nach einer Äußerung über ein Meme mit Mao Zedong in China in die Kritik. Berichten zufolge beendeten drei chinesische Marken ihre Sponsoringvereinbarungen mit dem Spieler. Auch Inhalte zu Mbappé verschwanden von den offiziellen Weibo-Auftritten westlicher Marken, die mit ihm zusammenarbeiten.
Für On Holding ist die Entwicklung relevant, weil das Schweizer Sportartikelunternehmen Mbappé am 18. September als globalen Markenbotschafter und zentrale Figur seines Einstiegs in den Fußball vorgestellt hatte. Die Zusammenarbeit reicht über den Fußball hinaus. Damit besteht das Risiko, dass sich die negative Stimmung gegen den Spieler auch auf On überträgt oder die Wirkung der Marketingkampagne in China schwächt.
China-Anteil begrenzt kurzfristige Folgen – vorerst
Die Analysteneinschätzung lässt die Prognosen für Umsatz und Profitabilität im Asien-Pazifik-Raum unverändert. Begründung: On habe die Partnerschaft mit Mbappé in China bislang noch nicht in nennenswertem Umfang kommerzialisiert und dort noch keine umfassende Produktvermarktung rund um Fußball gestartet.
- China steht nach Schätzungen für rund 10 Prozent des für 2026 erwarteten On-Umsatzes.
- Der gesamte Asien-Pazifik-Raum soll rund 21 Prozent des Jahresumsatzes ausmachen.
- Ein hypothetischer Umsatzrückgang von 10 Prozent in China entspräche rechnerisch einem Prozentpunkt weniger Konzernumsatz – vor möglichen Gegenmaßnahmen oder Ausgleichseffekten.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die unmittelbare finanzielle Belastung derzeit eher ein Szenario als eine bereits sichtbare Geschäftseinbuße ist. Entscheidend wird, ob chinesische Verbraucher On mit der Kontroverse verbinden und ob sich die Stimmung über soziale Plattformen verfestigt. Frühere markenbezogene Gegenreaktionen in China hielten teils Monate oder länger an; das macht die Entwicklung relevant, auch wenn die Partnerschaft noch jung ist.
Kursbewegung ohne belegte Ursache
Die ON-Aktie lag am 27. Oktober um 14:30 Uhr bei 28,47 Euro, ein Minus von 3,79 Prozent zum Vortag. Aus den vorliegenden Angaben lässt sich nicht ableiten, dass der Rückgang durch die Mbappé-Kontroverse ausgelöst wurde.
Fazit & Ausblick
Für Anleger steht zunächst die Beobachtung der Markenwahrnehmung in China im Vordergrund, nicht eine bereits vorgenommene Kürzung der Umsatzprognose. On und die Analysten dürften insbesondere Social-Media-Reaktionen, Plattformaktivität und mögliche Anpassungen der Marketingstrategie verfolgen. Sollte sich eine anhaltende Belastung der Verbraucherresonanz zeigen, könnte die bislang geringe Kommerzialisierung der Partnerschaft den kurzfristigen Schaden begrenzen, aber die künftigen Wachstumschancen in der Region beeinträchtigen.
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