Nvidia stellt über 70 Prozent Umsatzwachstum in Aussicht – Analyst sieht 1 Billion US-Dollar

NVIDIA Corp. AI Generated

Kurzüberblick

  • Nvidia stellt für das Geschäftsjahr bis Januar 2028 mehr als 70 Prozent Umsatzwachstum in Aussicht.
  • Die Prognose liegt deutlich über den bisherigen Konsenserwartungen von rund 45 Prozent.
  • Ein Analyst hält für das Geschäftsjahr bis Januar 2029 sogar 1 Billion US-Dollar Umsatz für möglich.
  • Nach einem Kurssprung von 8,7 Prozent am Donnerstag legte die Nvidia-Aktie am Freitag gegen 15:01 Uhr in Euro nochmals 0,6 Prozent auf 195,64 Euro zu.

Marktanalyse & Details

Nvidia hebt die Wachstumserwartungen

Nvidia hat den Anlegern einen ungewöhnlich weitreichenden Blick auf die kommenden Jahre gegeben. Für das Geschäftsjahr, das im Januar 2028 endet, stellte der Chiphersteller ein Umsatzwachstum von mehr als 70 Prozent in Aussicht. Damit liegt die Perspektive deutlich über den bisherigen Erwartungen von etwa 45 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnen Analysten mit einem Umsatz von rund 403,5 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr bis Januar 2029 könnte Nvidia nach Einschätzung eines Analysten bereits die Marke von 1 Billion US-Dollar erreichen. Die bisherige Konsensschätzung lag für diesen Zeitraum bei weniger als 750 Milliarden US-Dollar.

Vera Rubin wird zum nächsten Wachstumstreiber

Die Prognose ist besonders relevant, weil Nvidia gleichzeitig auf bestehende Lieferengpässe hinweist. Nach Unternehmensangaben wäre das Wachstum ohne die begrenzte Verfügbarkeit von Komponenten sogar höher ausgefallen. Mit der Produktionsauslieferung der nächsten Plattform Vera Rubin zeichnet sich zugleich ein neuer großer Produktzyklus ab. Die Architektur folgt auf Blackwell und soll die Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz weiter bedienen.

Das Wachstum bleibt jedoch an Bedingungen geknüpft. Steigende Preise für Speicherchips, mögliche Verzögerungen in der Lieferkette und speziell entwickelte Chips großer Technologieunternehmen könnten den Marktanteil und die Profitabilität unter Druck setzen.

Margen bleiben ein wichtiger Prüfstein

Nvidia rechnet für den Rest des laufenden Geschäftsjahres mit einer gewissen Belastung der Bruttomarge. Für das folgende Geschäftsjahr wird dennoch eine Bruttomarge von 72 bis 73 Prozent in Aussicht gestellt. Das wäre zwar niedriger als zuletzt erreichte Niveaus, würde aber weiterhin auf eine außergewöhnlich starke Ertragskraft hindeuten.

  • Ein bestätigtes Kaufurteil wurde mit einer Anhebung des Kursziels von 307 auf 346 US-Dollar verbunden.
  • Ein weiteres Kursziel liegt bei 352 US-Dollar und spiegelt die anhaltende Zuversicht in die KI-Investitionen wider.
  • Die Aktie gewann am Donnerstag 8,7 Prozent und verzeichnete damit den stärksten Kursanstieg nach Quartalszahlen seit Mai 2024.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Markt die Nvidia-Geschichte nicht mehr nur über das nächste Quartal bewertet, sondern zunehmend über die Dauerhaftigkeit der KI-Investitionswelle und den bevorstehenden Rubin-Produktzyklus. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Umsatzperspektive zwar weiteres Aufwärtspotenzial eröffnet, die sehr hohe Bewertung aber weiterhin eine nahezu fehlerfreie Umsetzung bei Lieferungen, Margen und Kundennachfrage voraussetzt. Die Marke von 1 Billion US-Dollar Umsatz ist bislang ein Analystenszenario und keine Unternehmensprognose.

Fazit & Ausblick

Der wichtigste nächste Prüfpunkt ist, ob Nvidia die hohe Nachfrage trotz knapper Kapazitäten in tatsächliche Auslieferungen umsetzen kann. Anleger sollten bei den kommenden Quartalszahlen besonders auf den Produktionsanlauf von Vera Rubin, die Entwicklung der Bruttomarge und Hinweise auf die Investitionsbudgets großer Rechenzentrumsbetreiber achten. Bleibt das Wachstum über den Erwartungen, könnte sich die aktuelle Neubewertung der Aktie fortsetzen; bei Engpässen oder Margendruck steigt dagegen das Rückschlagrisiko.

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