Nvidia-Aktie wirkt so günstig wie seit Jahren nicht – doch neue KI-Risiken wachsen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Eine aktuelle Bewertungsthese sieht die Nvidia-Aktie so günstig wie seit mehr als zehn Jahren nicht.
- Am 24. September notierte die Aktie bei 195,60 Euro, 1,09 Prozent unter dem Vortag; seit Jahresbeginn liegt sie 22,07 Prozent im Plus.
- Apples lokale KI-Inferenz und Huaweis geplante Chips könnten Nvidias künftiges Wachstum herausfordern.
- Neue Aufträge für Nvidia-Systeme zeigen zugleich, dass die Nachfrage nach Rechenleistung anhält.
Marktanalyse & Details
Bewertung signalisiert Skepsis – aber kein automatisches Kaufsignal
Die These, Nvidia sei so niedrig bewertet wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht, verweist vor allem auf die gewachsene Skepsis gegenüber dem KI-Boom. Konkrete Bewertungskennzahlen oder Vergleichswerte liegen dazu jedoch nicht vor. Der niedrige Kurs allein belegt daher weder eine Unterbewertung noch, dass die Aktie tatsächlich günstig ist.
Die Marktdaten zeigen ein gemischtes Bild: Zum Stand vom 24. September um 17:55 Uhr lag Nvidia bei 195,60 Euro und verlor am Tag 1,09 Prozent. Seit Jahresbeginn steht weiterhin ein Plus von 22,07 Prozent. Der Tagesrückgang ist damit kein Beleg für einen längerfristigen Trendwechsel.
Inferenz wird zum entscheidenden Wettbewerbsfeld
Ein möglicher Gegenwind kommt von Apples Strategie, KI-Anwendungen stärker lokal auf eigener Hardware auszuführen. Der M5-Ultra-Mac-Studio soll mit bis zu 512 Gigabyte gemeinsamem Speicher auch größere Modelle verarbeiten können; Apple hat zudem den Einsatz mehrerer Geräte für ein Modell mit einer Billion Parametern demonstriert. Ob sich solche Systeme für Unternehmen rechnen, hängt aber von Geschwindigkeit, gleichzeitiger Nutzerzahl und Gesamtkosten ab. Belastbare Vergleichsdaten dazu stehen noch aus.
Auch Huawei baut seine Position aus. Der Konzern plant für 2027 die Einführung der KI-Chips Ascend 960DT und 960PR. Die Entwicklung könnte den Wettbewerb in China verschärfen, doch die Fertigung in großem Maßstab bleibt eine offene Hürde. Nvidias bestehendes Geschäft wird dadurch nicht unmittelbar ersetzt: Selbst Apple greift für besonders anspruchsvolle Aufgaben weiterhin auf Nvidia-GPUs in der Cloud zurück.
Nachfrage bleibt ein Gegengewicht
Die jüngsten Infrastrukturmeldungen sprechen zugleich für anhaltenden Bedarf an Nvidia-Systemen. Ein Cloud-Anbieter vereinbarte etwa den Betrieb von HGX-B200-Systemen für KI-Inferenz; ein weiterer Anbieter meldete den Versand von Vera-Rubin-Racks. Solche Einzelmeldungen belegen keine allgemeine Umsatzentwicklung, zeigen aber, dass Unternehmen weiter in Rechenkapazität investieren.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Bewertungsabschlag weniger eine einfache Wette auf fallende Nachfrage ist als eine Frage der künftigen Wachstumsqualität: Kann Nvidia seinen Anteil an zusätzlicher KI-Inferenz behaupten, während lokale Lösungen und neue Wettbewerber an Bedeutung gewinnen? Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass sie neben dem Absatz von Chips auch Auslastung, Kosten pro KI-Anfrage und die Wirtschaftlichkeit der Investitionen bei Kunden beobachten sollten. Ohne konkrete Bewertungsmultiplikatoren lässt sich die Aussage „so günstig wie seit mehr als zehn Jahren nicht“ aus den vorliegenden Daten nicht unabhängig überprüfen.
Fazit & Ausblick
Nvidias KI-Nachfrage erhält weiterhin Unterstützung durch neue Rechenzentrumsprojekte. Gleichzeitig könnten lokale Inferenzlösungen und Huaweis geplante Chips die Erwartungen an das zusätzliche Wachstum begrenzen. Entscheidend werden konkrete Leistungs- und Kostendaten zu Apples Systemen sowie die Skalierung neuer Wettbewerber sein. Für die nächste Kursrichtung bleiben außerdem Nvidias kommende Geschäftszahlen und der Ausblick auf Nachfrage und Produktanläufe maßgeblich; ein Termin dafür liegt hier nicht vor.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.