NVIDIA Aktie: Oracle baut Vera-Rubin-Deal auf Multi-Gigawatt-Skala aus
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- NVIDIA und Oracle wollen Vera-Rubin-Supercluster bei Oracle Cloud Infrastructure auf Multi-Gigawatt-Skala ausbauen.
- Die Systeme Vera Rubin NVL72 und Vera CPUs sind laut Unternehmen nun allgemein über OCI verfügbar.
- Oracle ergänzt sein Angebot zugleich um Chips von Google und weiteren Anbietern und setzt teilweise auf eigene Netzwerktechnik.
- Ein Auftragswert wurde nicht genannt; Oracle hält für das Geschäftsjahr 2027 an einem Investitionsziel von rund 90 bis 95 Milliarden US-Dollar fest.
Marktanalyse & Details
Ausbau der Zusammenarbeit mit Oracle
Die Erweiterung soll Kunden Rechenleistung für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle sowie für agentische Anwendungen bereitstellen. Oracle hebt dabei die Möglichkeit hervor, GPU- und CPU-Kapazitäten unabhängig voneinander zu skalieren. Das könnte helfen, Ressourcen besser an unterschiedliche Arbeitslasten anzupassen und ungenutzte Kapazität zu verringern.
Der Ausbau umfasst NVIDIA-Vera-Rubin-NVL72-Systeme und Vera-CPUs. Die Unternehmen bezifferten den Umfang des Geschäfts nicht; auch konkrete Liefermengen oder ein Zeitplan für den vollständigen Ausbau wurden nicht genannt.
Oracle setzt auf mehrere Chipanbieter
Parallel erweitert Oracle die Auswahl für Cloud-Kunden: Neben NVIDIA-Systemen sollen künftig auch Google-TPUs sowie Chips von Cerebras und SambaNova angeboten werden. Zudem will Oracle bei einem Teil der NVIDIA-basierten Systeme eigene Acceleron-Netzwerkchips einsetzen.
Analysten-Einordnung: Die Multi-Gigawatt-Ausrichtung unterstreicht die Bedeutung von Oracle als großem Infrastrukturkunden und signalisiert anhaltenden Bedarf an NVIDIA-Rechenleistung. Sie ist jedoch noch kein Beleg für einen bezifferten Umsatzbeitrag: Ohne Auftragswert, Lieferprofil und Angaben zur Auslastung bleibt offen, wann und in welchem Umfang sich die Ankündigung in den NVIDIA-Zahlen niederschlägt. Oracles parallele Investitionen in alternative Chips und eigene Netzwerktechnik zeigen außerdem, dass Cloudanbieter ihre Abhängigkeit von einzelnen Komponenten begrenzen wollen.
Investitionen und Finanzierung im Blick
Oracle hatte sein Investitionsziel für das Geschäftsjahr 2027 bei rund 90 bis 95 Milliarden US-Dollar belassen. Das Unternehmen erklärte zuvor, dass Kunden zunehmend die Finanzierung der benötigten Chips übernehmen. Wie der nun angekündigte Ausbau konkret finanziert wird, blieb offen.
Fazit & Ausblick
Für NVIDIA ist die erweiterte Oracle-Kooperation ein positives Signal für die Nachfrage nach KI-Infrastruktur, aber noch keine quantifizierbare Umsatzprognose. Entscheidend werden die tatsächliche Umsetzung der Multi-Gigawatt-Pläne, die Auslastung der Systeme und Oracles Finanzierung sein. Auch die wachsende Auswahl an Konkurrenzchips dürfte zeigen, wie stark NVIDIA seine Position über reine Rechenleistung hinaus behaupten kann.
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