NVIDIA Aktie: 150-Milliarden-Dollar-Rückkauf setzt Zeichen des Vertrauens
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- NVIDIA hat am Montag eine zusätzliche Rückkaufgenehmigung über 150 Milliarden US-Dollar angekündigt.
- Bei vollständiger Nutzung könnte das Programm die Zahl der ausstehenden Aktien laut vorliegenden Angaben um bis zu 4 Prozent senken.
- Für das Geschäftsjahr 2028 wird ein Umsatzwachstum von 70 Prozent erwartet; die Bewertung liegt bei 14,5 erwarteten Gewinnen.
- Am 29. September notierte die NVIDIA Aktie bei 203,05 Euro, 1,05 Prozent im Plus; seit Jahresbeginn beträgt das Plus 26,72 Prozent.
Marktanalyse & Details
Rückkaufprogramm und Kapitalrückgabe
Mit der zusätzlichen Genehmigung über 150 Milliarden US-Dollar baut NVIDIA seine Aktienrückkäufe deutlich aus. Bereits im Mai hatte der Konzern ein Rückkaufprogramm über 80 Milliarden US-Dollar angekündigt. Eine Genehmigung ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einem sofortigen oder vollständigen Rückkauf: Das Tempo der Umsetzung bleibt dem Unternehmen überlassen.
Würde NVIDIA den gesamten aktuell genehmigten Rückkauf ausschöpfen, könnte die Zahl der ausstehenden Aktien nach den vorliegenden Angaben um etwa 4 Prozent sinken. Das würde den Gewinn je Aktie rechnerisch stützen, sofern der Nettogewinn ansonsten unverändert bliebe. Für das Kalenderjahr 2027 wird dem Rückkauf ein zusätzlicher Beitrag von 8 Cent zum Gewinn je Aktie zugeschrieben.
Wachstum trifft auf niedrigere Bewertungskennzahl
Der Rückkauf kommt in einer Phase, in der die Erwartungen an das Geschäft hoch bleiben: Für das Geschäftsjahr 2028 wird ein Umsatzwachstum von 70 Prozent prognostiziert. Analysten erwarten für dieses Geschäftsjahr zudem einen Nettogewinn von annähernd 385 Milliarden US-Dollar. Die genannten 14,5 beziehen sich auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der erwarteten Gewinne des Geschäftsjahres 2028; der Fünfjahresdurchschnitt lag dem Bericht zufolge bei 62,9.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Markt trotz hoher Wachstumserwartungen stärker auf die Frage blickt, wie lange NVIDIA das derzeitige Expansionstempo halten kann. Ein umfangreicher Rückkauf kann den Gewinn je Aktie erhöhen und signalisiert Vertrauen des Managements in die eigene Kapitalrendite. Er beseitigt aber weder das Ausführungsrisiko noch die Abhängigkeit von anhaltend kräftiger Nachfrage nach KI-Rechenleistung. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die niedrige Kennzahl ist nur im Verhältnis zu den ambitionierten Gewinnprognosen aussagekräftig; werden diese verfehlt oder wächst das Geschäft langsamer, kann sich die Bewertung schnell anders darstellen.
Rendite für Aktionäre
NVIDIA hatte außerdem im Mai die vierteljährliche Bardividende von 1 Cent auf 25 Cent je Aktie erhöht. Das Unternehmen hatte zuvor angekündigt, ungefähr die Hälfte des freien Cashflows über Rückkäufe und Dividenden an Aktionäre zurückgeben zu wollen. Der größere Rückkauf ergänzt damit eine bereits ausgeweitete Kapitalrückgabe.
Fazit & Ausblick
Die Rückkaufgenehmigung stärkt die Aussicht auf zusätzliche Kapitalrückgaben und kann den Gewinn je Aktie unterstützen. Entscheidend bleibt, ob Umsatz und Gewinn die hohen Erwartungen für 2028 erfüllen. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob die Nachfrage nach NVIDIA-Chips das prognostizierte Wachstum trägt; ein konkreter nächster Berichtstermin liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.
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