Novo-Nordisk B Aktie: Prognose steigt nach starkem Quartal, Aktie legt zu
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Novo Nordisk hebt nach einem besser als erwarteten dritten Quartal die Prognose für Umsatz und operativen Gewinn 2026 an.
- Der bereinigte Umsatz stieg im Quartal währungsbereinigt um 4 Prozent, der bereinigte operative Gewinn um 34 Prozent.
- Beim ausgewiesenen Quartalsgewinn gingen das operative Ergebnis um 3 Prozent und der Nettogewinn um 16 Prozent zurück.
- Die Aktie notierte am 4. November um 16:45 Uhr bei 37,93 Euro und damit 4,88 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Prognose lässt erstmals auch Wachstum zu
Der dänische Arzneimittelhersteller erwartet für 2026 beim bereinigten Umsatz und beim bereinigten operativen Gewinn nun jeweils eine Veränderung von minus 2 bis plus 2 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Zuvor hatte die Prognose weniger Spielraum nach oben gelassen. Das Management begründet den besseren Ausblick vor allem mit der Nachfrage nach den Appetitzüglern sowie dem Start der Wegovy-Abnehmpille in wichtigen Märkten.
Starkes bereinigtes Ergebnis, schwächere ausgewiesene Zahlen
Im dritten Quartal erreichte der Umsatz nominal 79,2 Milliarden dänische Kronen, ein Plus von 6 Prozent zum Vorjahr; währungsbereinigt lag der Zuwachs bei 4 Prozent. Der bereinigte operative Gewinn erhöhte sich auf 31,7 Milliarden Kronen. Das ausgewiesene operative Ergebnis sank dagegen um 3 Prozent auf 23,0 Milliarden Kronen, der Nettogewinn fiel von 19,9 auf 16,7 Milliarden Kronen. Auch das verwässerte Ergebnis je Aktie ging um 16 Prozent auf 3,79 Kronen zurück.
Für die ersten neun Monate meldete Novo Nordisk einen Umsatzanstieg von 11 Prozent auf 254,5 Milliarden Kronen. Der Nettogewinn lag mit 86,3 Milliarden Kronen 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Die unterschiedlichen Entwicklungen im Quartal zeigen, dass bereinigte Kennzahlen und ausgewiesene Ergebnisse derzeit kein einheitliches Bild liefern.
Analysten-Einordnung: Der größere Spielraum in der Jahresprognose und das kräftige Wachstum beim bereinigten operativen Ergebnis sprechen für eine operative Belebung, die vor allem von den GLP-1-Präparaten getragen wird. Zugleich mahnen die Rückgänge bei ausgewiesenem Betriebsergebnis, Nettogewinn und Ergebnis je Aktie zur Vorsicht: Ein starkes bereinigtes Quartal ist noch kein Beleg für eine abgeschlossene Erholung. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Umsetzung der verbesserten Prognose und die Nachfrage nach Wegovy und Ozempic entscheidend bleiben.
Finanzchef wechselt zum Jahresende
Zusätzlich steht ein Wechsel an der Finanzspitze bevor: Karsten Munk Knudsen verlässt Novo Nordisk nach 27 Jahren zum Jahresende. Luigi La Corte, bislang Finanzvorstand beim Dermatologieunternehmen Galderma, soll ihm nachfolgen. Der Wechsel fällt damit in eine Phase, in der der Konzern seine Prognose neu ausrichtet und die Rückkehr zu Wachstum belegen muss.
Die Börse reagierte zunächst positiv: Der Kurs lag am 4. November um 16:45 Uhr bei 37,93 Euro, ein Tagesplus von 4,88 Prozent. Seit Jahresbeginn stand die Aktie zu diesem Zeitpunkt dennoch 13,73 Prozent im Minus. Der kräftige Tagesanstieg verbessert somit das kurzfristige Bild, beseitigt den längerfristigen Rückstand aber nicht.
Fazit & Ausblick
Die angehobene Prognose ist ein wichtiges Signal, doch die schwächeren ausgewiesenen Quartalswerte begrenzen die Aussagekraft des bereinigten Gewinnsprungs. In den kommenden Quartalen wird sich zeigen, ob die Nachfrage nach den Abnehm- und Diabetesmitteln ausreicht, um die obere Hälfte der neuen Spanne zu erreichen. Ein konkreter Termin für die nächsten Quartalszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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