NOVARTIS N Aktie: Gewinnprognose steigt trotz Milliardenabschreibung
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Novartis steigerte den Umsatz im dritten Quartal 2026 um 4 Prozent auf 14,52 Milliarden US-Dollar.
- Das bereinigte operative Ergebnis legte um 11 Prozent auf 6,04 Milliarden US-Dollar zu; die Kern-EBIT-Marge erreichte 41,6 Prozent.
- Wegen einer Wertminderung von 1,9 Milliarden US-Dollar sank der Konzerngewinn auf 1,2 Milliarden US-Dollar.
- Für 2026 erwartet Novartis beim bereinigten operativen Ergebnis nun Stagnation bis leichtes Wachstum statt eines leichten Rückgangs.
Marktanalyse & Details
Operatives Geschäft übertrifft Erwartungen
Der Schweizer Pharmakonzern kam im dritten Quartal auf einen Umsatz von 14,52 Milliarden US-Dollar, 4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Deutlicher fiel der Zuwachs beim bereinigten operativen Ergebnis aus: Es stieg um 11 Prozent auf 6,04 Milliarden US-Dollar und lag damit über den Analystenschätzungen. Die Kern-EBIT-Marge von 41,6 Prozent übertraf ebenfalls die Prognose von 38,9 Prozent.
Novartis profitiert laut den vorliegenden Angaben von Produktivitätsverbesserungen und einem nachlassenden Gegenwind durch Nachahmerpräparate. Die bessere operative Entwicklung erlaubte dem Unternehmen, den Jahresausblick anzuheben. Das Umsatzziel für 2026 bleibt ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Wertminderung belastet den Konzerngewinn
Unter dem Strich fiel der Konzerngewinn auf 1,2 Milliarden US-Dollar, nach 3,9 Milliarden ein Jahr zuvor. Ausschlaggebend war eine Wertminderung von 1,9 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit dem gescheiterten Produktkandidaten Del-Desiran. Damit klaffen die Entwicklung des bereinigten operativen Geschäfts und das ausgewiesene Nettoergebnis deutlich auseinander.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass derzeit vor allem Kostenkontrolle und operative Effizienz den Ergebnisfortschritt tragen, während Wertminderungen das berichtete Ergebnis erheblich verzerren können. Für Anleger bedeutet die Prognoseanhebung ein verbessertes Signal für das Kerngeschäft, aber keine Entwarnung für die Nettoertragsentwicklung. Die LBBW hob ihr Kursziel von 120 auf 130 Franken an, beließ die Einstufung jedoch bei „Halten“.
Fazit & Ausblick
Novartis geht mit einer besseren operativen Perspektive aus dem dritten Quartal: Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern beim bereinigten operativen Ergebnis nun mit einer Entwicklung von unverändert bis zu einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Zuvor war ein leichter Rückgang in Aussicht gestellt worden. Entscheidend für die weitere Einordnung wird sein, ob sich das Margenwachstum fortsetzt und zusätzliche Belastungen aus Wertminderungen ausbleiben.
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