NOVARTIS N Aktie: Gewinnprognose steigt trotz Milliarden-Abschreibung

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Novartis steigerte den Umsatz im dritten Quartal 2026 um 4 Prozent auf 14,52 Milliarden US-Dollar.
  2. Das bereinigte operative Ergebnis wuchs um 11 Prozent auf gut 6 Milliarden Dollar und übertraf die Analystenschätzungen.
  3. Der Konzern hob seine Prognose für das operative Kernergebnis an; eine Abschreibung von 1,9 Milliarden Dollar drückte den Reingewinn auf 1,2 Milliarden.
  4. Die Aktie notierte bei 139,56 Euro rund 2 Prozent höher; seit Jahresbeginn beträgt das Plus 18,09 Prozent.

Marktanalyse & Details

Quartalszahlen: Kerngeschäft wächst, Konzerngewinn sinkt

Novartis kam im dritten Quartal auf einen Umsatz von 14,52 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte operative Ergebnis legte um 11 Prozent auf gut 6 Milliarden Dollar zu. Auch der Kerngewinn je Aktie stieg: Er erreichte 2,46 Dollar und lag damit 9 Prozent über dem Vorjahreswert.

Unter dem Strich fiel der Reingewinn dagegen um rund 70 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Ausschlaggebend war eine Wertminderung von 1,9 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit dem gescheiterten Produktkandidaten Del-Desiran. Die Belastung betrifft damit vor allem das ausgewiesene Ergebnis und steht dem Wachstum bei Umsatz und bereinigtem operativem Gewinn gegenüber.

Höhere Gewinnprognose für 2026

Der Pharmakonzern erwartet beim operativen Kernergebnis für das Gesamtjahr nun mindestens eine Stagnation oder ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Zuvor hatte Novartis einen leichten Rückgang in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose bleibt bei einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Als wichtige Treiber nennt die Quartalsentwicklung höhere Verkäufe zentraler Medikamente, nachlassenden Konkurrenzdruck durch Nachahmerpräparate und Produktivitätsverbesserungen. Diese Faktoren halfen, die operative Entwicklung trotz der Belastung durch Wertminderungen zu stärken.

Analysten-Einordnung: Die angehobene Gewinnprognose stützt sich vor allem auf eine bessere operative Marge und niedrigere Kosten, während die Umsatzerwartung unverändert bleibt. Dass die Prognoseanhebung am Markt bereits teilweise erwartet worden war, begrenzt möglicherweise den zusätzlichen Überraschungseffekt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Qualität des Kerngeschäfts derzeit stärker ausfällt als noch im vorherigen Ausblick angenommen; die hohe Abschreibung zeigt zugleich, wie stark einzelne Fehlschläge das ausgewiesene Ergebnis belasten können.

Pipeline bleibt ein Beobachtungspunkt

Novartis hat zudem eine Phase-III-Studie mit Remibrutinib bei generalisierter Myasthenia gravis eingestellt. Die Entscheidung wurde zwar als überraschend eingeordnet, die Markterwartungen für dieses Anwendungsgebiet galten jedoch als begrenzt. Für die Bewertung des Konzerns bleibt damit entscheidend, wie sich die übrigen Entwicklungsprogramme und die Verkäufe der etablierten Medikamente entwickeln.

Fazit & Ausblick

Die Prognoseanhebung verbessert den operativen Ausblick für 2026, obwohl die Abschreibung auf Del-Desiran den ausgewiesenen Quartalsgewinn deutlich reduziert hat. Im weiteren Jahresverlauf dürften Anleger besonders auf das Wachstum der Schlüsselmedikamente, die Margenentwicklung und mögliche zusätzliche Belastungen aus der Produktpipeline achten. Ein konkreter Termin für die nächste Veröffentlichung von Geschäftszahlen liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.

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