Nordex Aktie: Koalitionspläne in Mecklenburg-Vorpommern nähren Hoffnung auf schnellere Windgenehmigungen
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Das Wichtigste in Kürze
- Die Windbranche in Mecklenburg-Vorpommern erwartet von einer möglichen rot-rot-grünen Regierung schnellere Genehmigungen für Windparks.
- Der Landesverband fordert ein gebündeltes Energieministerium und einen verbindlichen Windenergie-Erlass.
- SPD, Linke und Grüne kommen im Landtag zusammen auf 39 von 71 Sitzen; Koalitionsverhandlungen sollen Mitte Oktober beginnen.
- Nordex meldete zuletzt Aufträge über insgesamt 273 MW in Europa, deren Anlagen 2027 und 2028 in Betrieb gehen sollen.
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Genehmigungstempo als möglicher Branchenhebel
Die Windkraftbranche in Mecklenburg-Vorpommern verbindet mit dem möglichen Eintritt der Grünen in die Landesregierung die Hoffnung auf kürzere Verfahren für neue Windräder an Land. Nach Einschätzung des Landesverbands Windenergie dauern die Genehmigungen im Bundesland derzeit besonders lange. Das binde Personal in den Behörden und verteuere Windparkprojekte.
Der Verband plädiert dafür, Energie, erneuerbare Energien sowie Klima- und Umweltschutz in einem Ministerium zusammenzuführen. Außerdem solle ein Windenergie-Erlass den Genehmigungsbehörden klar vorgeben, welche Punkte sie prüfen müssen. Eine vergleichbare Vereinbarung von SPD und Linken aus dem Jahr 2021 sei nach Angaben des Verbands bislang nicht umgesetzt worden.
Nordex mit jüngsten Aufträgen in Europa
Für Nordex ist die politische Debatte ein mögliches Branchensignal, aber noch kein konkreter Auftrag. Das Unternehmen hat Ende September Aufträge über 175 MW in Frankreich, Portugal und Spanien gemeldet. Die Verträge umfassen 34 Anlagen und mehrjährige Serviceleistungen; die Projektnamen und Kunden wurden nicht genannt. Hinzu kommt ein Auftrag über 56 MW für ein Repowering-Projekt in Österreich, bei dem erstmals Nordex-Turbinen des Typs N175/6.X im Land installiert werden sollen. Die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant.
Analysten-Einordnung: Schnellere und besser planbare Genehmigungen könnten die Entwicklungspipeline von Windprojekten unterstützen und damit langfristig den Markt für Turbinenhersteller stärken. Für Nordex ist der Effekt jedoch indirekt: Erst wenn Projekte genehmigt, finanziert und bestellt werden, entstehen daraus konkrete Aufträge. Die jüngsten Vertragsmeldungen zeigen zwar europäische Nachfrage, belegen aber keinen unmittelbaren Zusammenhang mit der politischen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern.
Fazit & Ausblick
Die Gespräche von SPD, Linken und Grünen laufen noch; Koalitionsverhandlungen sind ab Mitte Oktober vorgesehen. Entscheidend wird, ob eine mögliche Regierung die angekündigten Änderungen tatsächlich in verbindliche Regeln und schnellere Verfahren übersetzt. Für Nordex-Aktionäre bleiben bis dahin Auftragseingang, Umsetzung der bereits gemeldeten Projekte und die Entwicklung der Genehmigungspipeline die direkteren Signale.
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