Nordex Aktie: Auftragseingang steigt im dritten Quartal um 29,5 Prozent
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Nordex verbuchte im dritten Quartal 2026 im Projektgeschäft 2,81 GW Auftragseingang – 29,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
- In den ersten neun Monaten summierten sich die Bestellungen auf 7,733 GW, ein Plus von 16,1 Prozent.
- Der durchschnittliche Verkaufspreis sank im Quartal auf 0,90 Mio. Euro je MW; für neun Monate lag er bei 0,93 Mio. Euro je MW.
- Türkei, Deutschland und USA waren die stärksten Einzelmärkte; Kunden bestellten 427 Anlagen für Projekte in zehn Ländern.
Marktanalyse & Details
Mehr Bestellungen, leicht niedrigerer Quartalspreis
Der Auftragseingang im Nordex-Projektgeschäft ohne Service stieg von 2.170 MW im Vorjahresquartal auf 2.810 MW. Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber dem Neunmonatszeitraum: Bis Ende September erreichte Nordex 7.733 MW nach 6.661 MW im Vorjahr.
Der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) lag im dritten Quartal bei 0,90 Mio. Euro je MW, nach 0,93 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Über die ersten neun Monate erhöhte sich der Wert dagegen leicht auf 0,93 Mio. Euro je MW gegenüber 0,92 Mio. Euro. Nordex führt die Quartalsbewegung vor allem auf Projektumfang und regionale Zusammensetzung zurück und bezeichnet das Preisumfeld als stabil.
Internationale Nachfrage gewinnt an Gewicht
Zwischen Juli und September bestellten Kunden insgesamt 427 Windkraftanlagen für Vorhaben in zehn Ländern. Die Türkei war mit mehr als 900 MW der größte Markt des Quartals; Deutschland und die USA gehörten ebenfalls zu den stärksten Einzelmärkten. In den USA hat Nordex seit Jahresbeginn nach Unternehmensangaben mehr als 1,3 GW an Aufträgen verbucht.
Analysten-Einordnung: Der kräftige Zuwachs beim Auftragseingang stärkt die Visibilität für die künftige Auslastung, ist aber noch kein Beleg für entsprechend steigende Erlöse oder Gewinne: Entscheidend sind die zeitliche Umsetzung der Projekte und ihre Profitabilität. Der niedrigere Quartals-ASP verdient Aufmerksamkeit, doch der Neunmonatswert liegt leicht über dem Vorjahresniveau. Dies deutet darauf hin, dass Mixeffekte die Quartalszahl mitprägen und nicht automatisch auf einen allgemeinen Preisverfall schließen lassen. Für Anleger bedeutet die Entwicklung: Die Nachfrage erscheint breit abgestützt, während die kommenden Zahlen zeigen müssen, ob Nordex die Aufträge profitabel abarbeiten kann.
Fazit & Ausblick
Der Zuwachs im dritten Quartal und das Plus im Neunmonatszeitraum liefern ein positives Signal für die Nachfrage nach Nordex-Anlagen. Im Fokus stehen nun die Umwandlung der Auftragspipeline in konkrete Projekte sowie die Entwicklung von Verkaufspreisen und Margen. Einen Termin für die nächsten Geschäftszahlen nennen die vorliegenden Angaben nicht.
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