Nordex Aktie: Auftragseingang steigt fast 30 Prozent, Verkaufspreis sinkt
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Nordex erhielt im dritten Quartal Aufträge über 2,81 Gigawatt – fast 30 Prozent mehr als vor einem Jahr.
- Der durchschnittliche Verkaufspreis sank im Quartal von 0,93 auf 0,90 Millionen Euro je Megawatt.
- In den ersten neun Monaten stieg der Auftragseingang um 16 Prozent auf 7,733 Gigawatt.
- Die Aktie legte am 12. Oktober bei 36,50 Euro um 3,11 Prozent zu.
Marktanalyse & Details
Mehr Bestellungen aus zehn Ländern
Nordex verbuchte im dritten Quartal ohne Servicegeschäft Aufträge über 2.810 Megawatt. Kunden bestellten insgesamt 427 Windkraftanlagen für Projekte in zehn Ländern. Zu den stärksten Einzelmärkten zählten Deutschland, die USA und die Türkei. Unternehmenschef José Luis Blanco verwies auf die zunehmende Internationalisierung des Auftragseingangs.
Für die ersten neun Monate summierten sich die Bestellungen auf gut 7,7 Gigawatt. Das entspricht einem Plus von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag in diesem Zeitraum bei 0,93 Millionen Euro je Megawatt und damit leicht über dem Vorjahreswert.
Niedrigerer Verkaufspreis als Gegenpol
Im dritten Quartal fiel der durchschnittliche Verkaufspreis gegenüber dem Vorjahresquartal um rund drei Prozent auf 0,90 Millionen Euro je Megawatt. Nordex führte die Entwicklung auf Projektumfang und regionale Mix-Effekte zurück und sprach von einem weiterhin stabilen Preisumfeld. Ein niedrigerer Durchschnittswert kann dennoch die Erlösqualität belasten, wenn sich der Mix nicht durch günstigere Projektkosten oder höhere Volumina ausgleichen lässt.
Analysten-Einordnung: Der Auftragseingang lag deutlich über dem Vorjahreswert und rund 13 Prozent über der Markterwartung. Dies deutet darauf hin, dass Nordex in einem breiten internationalen Marktumfeld Nachfrage gewinnt. Das höhere Volumen kann den Rückgang des Verkaufspreises mengenmäßig mehr als ausgleichen – garantiert aber für sich genommen weder höhere Margen noch einen entsprechend schnellen Umsatzanstieg. Entscheidend ist, zu welchen Konditionen die Aufträge umgesetzt werden.
Aktienreaktion und technische Marken
Die Nordex-Aktie erholte sich nach dem Auftragseingang weiter von ihrem Tief seit Ende Februar. Bei 36,50 Euro lag sie am 12. Oktober 3,11 Prozent im Plus; seit Jahresbeginn betrug der Zuwachs 25,52 Prozent. Im kurzfristigen und mittelfristigen Chart rücken laut der vorliegenden Markteinschätzung Bereiche um 39 Euro als Widerstand in den Blick. Knapp über 40 Euro liegen weitere wichtige gleitende Durchschnittslinien.
Fazit & Ausblick
Der starke Auftragseingang stärkt Nordex’ Perspektive auf künftige Auslastung, während der niedrigere Quartalspreis ein Warnsignal für die Erlösqualität bleibt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Neben dem weiteren Auftragswachstum werden bei den nächsten Geschäftszahlen vor allem die erzielten Preise, die Margen und die Umsetzung der Projekte wichtig sein. Ein konkreter Termin für die nächste Veröffentlichung ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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