NOKIA Aktie: Rechenzentrumsgeschäft wächst, doch Sparprogramm kostet mehr

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Nokia steigerte den Umsatz im dritten Quartal um zehn Prozent auf 5,15 Milliarden Euro.
  2. Der bereinigte operative Gewinn legte dank des Rechenzentrumsgeschäfts um 35 Prozent auf 605 Millionen Euro zu.
  3. Für das Sparprogramm erwartet Nokia 2026 nun 1,1 Milliarden Euro Kosten statt bislang 800 Millionen Euro.
  4. Die Aktie verlor am 22. Oktober bis 16:45 Uhr 8,92 Prozent auf 7,556 Euro; die Jahresprognose blieb unverändert.

Marktanalyse & Details

Rechenzentren geben dem Quartal Schub

Nokias Geschäft mit der Vernetzung von Rechenzentren profitierte von der Nachfrage im KI- und Cloud-Umfeld. Der Quartalsumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 5,15 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen. Der bereinigte operative Gewinn stieg um 35 Prozent auf 605 Millionen Euro. Die vergleichbare operative Marge erreichte 11,7 Prozent nach 9,5 Prozent im Vorjahr.

Auch unter dem Strich blieb Nokia trotz Sonderbelastungen profitabel: Der Nettogewinn betrug 156 Millionen Euro und lag damit fast doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Das vergleichbare Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,09 Euro.

Höhere Umbaukosten belasten die Reaktion

Gleichzeitig rechnet Nokia für das laufende Jahr mit 1,1 Milliarden Euro Kosten für sein Sparprogramm. Bislang hatte der Konzern 800 Millionen Euro erwartet. Das Ende 2025 gestartete Programm soll bis Ende 2026 die Kosten insgesamt um 0,8 bis 1,2 Milliarden Euro senken. Nokia-Chef Justin Hotard kürzt zudem die Investitionen.

Analysten-Einordnung: Die Zahlen zeigen, dass die Neuausrichtung im Rechenzentrumsbereich bereits spürbares Wachstum und höhere Profitabilität liefert. Die höhere Rechnung für den Umbau und die unveränderte Jahresprognose dürften jedoch die Frage aufwerfen, wie schnell sich die Einsparungen tatsächlich in dauerhaft besseren Ergebnissen niederschlagen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Das operative Momentum ist positiv, aber die Umsetzung des Sparprogramms und die Investitionskürzungen bleiben zentrale Prüfsteine.

Jahresziel bleibt bestehen

Nokia bestätigte für 2026 die Prognose eines vergleichbaren operativen Ergebnisses von 2,1 bis 2,6 Milliarden Euro. Eine Anhebung blieb damit trotz des besser als erwarteten Quartals aus. Am Aktienmarkt überwog die Sorge über die höheren Umbaukosten: Der Kurs lag um 16:45 Uhr bei 7,556 Euro, ein Minus von 8,92 Prozent am Tag.

Fazit & Ausblick

Nokias Quartal belegt, dass die Nachfrage rund um Rechenzentren und KI das Geschäft belebt. Für die weitere Bewertung zählen nun vor allem die Entwicklung der Umbaukosten und der Fortschritt bei den geplanten Einsparungen. Das bestätigte Jahresziel bietet den nächsten Maßstab, an dem sich die Wirkung des starken Quartals und die Umsetzung der Neuausrichtung messen lassen.

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