NIKE 'B' Aktie: Umsatzprognose schockt, UBS senkt Kursziel auf 34 US-Dollar
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Nike meldet im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 11,21 Milliarden US-Dollar und verfehlt damit die Erwartungen.
- Für das Gesamtjahr stellt der Konzern einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht.
- UBS senkt das Kursziel von 42 auf 34 US-Dollar und bestätigt die neutrale Einschätzung.
- Nike plant bis Mitte 2031 Einsparungen von 2,5 Milliarden US-Dollar; auch Stellenabbau gehört zum Programm.
Marktanalyse & Details
Schwacher Ausblick wiegt schwerer als der Gewinn
Nikes Quartalsumsatz lag bei 11,21 Milliarden US-Dollar und damit unter der Markterwartung von 11,33 Milliarden. Der Gewinn je Aktie erreichte 0,48 US-Dollar; im Vorjahresquartal waren es 0,49 US-Dollar, während Analysten für das aktuelle Quartal 0,49 US-Dollar erwartet hatten. Die Bruttomarge verbesserte sich dagegen auf 42,8 Prozent nach 42,2 Prozent im Vorjahr.
Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet Nike mit einem Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Die zuvor erwartete Marktentwicklung lag bei einem Minus von 2,4 Prozent. Zudem dürften Belastungen durch Maßnahmen in der Lieferkette bis ins Geschäftsjahr 2028 anhalten. Der enttäuschende Ausblick überschattete damit die leicht bessere Margenentwicklung.
Kursziele sinken, Sparprogramm wird ausgeweitet
UBS reduzierte das Kursziel für Nike von 42 auf 34 US-Dollar und blieb bei „Neutral“. JPMorgan senkte sein Ziel von 40 auf 33 US-Dollar und bekräftigte „Underweight“. Nike kündigte außerdem an, bis Mitte 2031 insgesamt 2,5 Milliarden US-Dollar einzusparen. Der Plan umfasst auch einen Stellenabbau.
Die Nike-Aktie notierte am 2. Oktober um 10:35 Uhr bei 28,24 Euro und lag damit 6,37 Prozent unter dem Vortag. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus 45,89 Prozent.
Analysten-Einordnung: Die deutliche Abweichung zwischen Nikes Umsatzprognose und der bisherigen Markterwartung signalisiert, dass die Erholung länger dauern könnte als angenommen. Dies deutet darauf hin, dass Kostensenkungen zwar die Profitabilität stützen können, aber kurzfristig die schwache Nachfrage und den anhaltenden Umsatzdruck nicht ersetzen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Umsetzung der Sparmaßnahmen und eine Stabilisierung der Erlöse wichtiger werden als einzelne Quartalsüberraschungen.
Fazit & Ausblick
Im Fokus stehen nun die kommenden Quartale und die Frage, ob Nike den prognostizierten Umsatzrückgang begrenzen kann. Auch die Wirkung des Sparprogramms und die Entwicklung der Lieferkettenkosten bleiben entscheidend. Die gesenkten Kursziele spiegeln die erhöhte Unsicherheit über Tempo und Tragfähigkeit einer Erholung wider.
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