NIKE 'B' Aktie: Sparprogramm soll bis 2031 2,5 Milliarden Dollar einsparen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Nike setzt nach einem Umsatzrückgang im ersten Geschäftsquartal ein mehrjähriges Sparprogramm auf.
- Bis 2031 sollen die Kosten um 2,5 Milliarden US-Dollar sinken; weitere Stellenstreichungen sind geplant.
- Der Quartalsumsatz fiel um 4 Prozent auf 11,21 Milliarden Dollar und lag leicht unter den Erwartungen.
- Für das Geschäftsjahr bis Ende Mai 2027 erwartet Nike einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich.
Marktanalyse & Details
Umsatz verfehlt Erwartungen, Gewinn je Aktie darüber
Im ersten Geschäftsquartal erzielte Nike 11,21 Milliarden US-Dollar Umsatz. Das waren 4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor; währungsbereinigt betrug der Rückgang 5 Prozent. Damit blieb der Konzern knapp unter der Markterwartung von 11,35 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag dagegen mit 0,48 Dollar über den erwarteten 0,44 Dollar. Nike meldete zudem eine verbesserte Bruttomarge, doch die operative Entwicklung bleibt durch die schwächere Nachfrage belastet.
Sparprogramm und Umbau des Geschäfts
Mit dem Programm Pace will Nike seine Kosten bis 2031 um 2,5 Milliarden Dollar reduzieren. Der Konzern plant dafür auch weitere Stellenstreichungen. Parallel richtet er das Sortiment und den Vertrieb neu aus: Die Zahl und Häufigkeit bestimmter Jordan-Retro-Veröffentlichungen soll sinken, um Überangebot und Rabattdruck zu begrenzen. Die Jordan-Marke machte im Quartal 13 Prozent des weltweiten Geschäfts aus, ihr Umsatz ging im mittleren zweistelligen Prozentbereich zurück.
In Greater China sank der Umsatz um 26 Prozent. Nike will dort digitale Vertriebskanäle bereinigen und Rabatte über nicht passende Vertriebspartner reduzieren. Der Konzern rechnet damit, dass die Umstellung mehrere Saisons beansprucht und Umsatz sowie Profitabilität zunächst zusätzlich belastet. Zugleich wuchs das Performance-Geschäft der Nike-Marke im Quartal im hohen einstelligen Prozentbereich, konnte die Schwäche bei Sportswear, Jordan und China aber nicht ausgleichen.
Analysten-Einordnung: Die Zahlen zeigen eine uneinheitliche Lage: Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen, doch Umsatz und Ausblick signalisieren, dass die Nachfrageerholung noch nicht trägt. Dies deutet darauf hin, dass Nike kurzfristig bewusst Marktanteile und Erlöse zugunsten eines geordneten Sortiments und besserer Margen aufs Spiel setzt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass der Erfolg des Sparprogramms nicht allein an niedrigeren Kosten gemessen werden sollte: Entscheidend ist, ob Produktnachfrage und Vollpreisverkäufe wieder anziehen, ohne dass die Einsparungen durch anhaltende Umsatzrückgänge aufgezehrt werden.
Fazit & Ausblick
Für das Geschäftsjahr bis Ende Mai 2027 stellt Nike einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Die angekündigten Einsparungen können die Profitabilität mittelfristig stützen, ersetzen aber keine Erholung des Geschäfts. Im Fokus stehen die Entwicklung in China, die Wirkung der Sortimentsbereinigung und ob das wachsende Performance-Segment die Schwäche bei Lifestyle-Produkten zunehmend auffangen kann.
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