MYR Aktie: Analyst stuft MYR Group auf Kaufen hoch, senkt aber das Kursziel

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Ein Analyst hebt MYR Group von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch.
  2. Das Kursziel sinkt zugleich von 377 auf 370 US-Dollar.
  3. Für 2025 bis 2028 sieht die neue Schätzung ein jährliches EBITDA- und EPS-Wachstum von 31 beziehungsweise 34 Prozent.
  4. Wesentliche zusätzliche Impulse aus großen 345-kV-Projekten werden frühestens ab der zweiten Hälfte 2027 erwartet.

Marktanalyse & Details

Höhere Einstufung trotz niedrigerem Kursziel

Die Hochstufung von „Halten“ auf „Kaufen“ stützt sich auf bessere Geschäftsaussichten in den Bereichen Stromübertragung und -verteilung (T&D) sowie gewerbliche und industrielle Projekte (C&I). Das Kursziel wurde dennoch von 377 auf 370 US-Dollar zurückgenommen. Gegenüber dem letzten Schlusskurs von 302,65 US-Dollar entspricht das neue Ziel rechnerisch einem Aufwärtspotenzial von rund 22 Prozent; es ist jedoch eine Analystenschätzung und keine Zusage für die tatsächliche Kursentwicklung.

Wachstumstreiber und zeitlicher Horizont

Als Rückenwind gelten steigende Investitionen der Versorger, eine günstige Nachfrage- und Arbeitsmarktlage im Bau- und Infrastruktursektor sowie Wachstum bei Rechenzentren. Die jüngsten Schätzungen implizieren für das Geschäftsjahr 2025 bis 2028 durchschnittliche jährliche Zuwächse von 31 Prozent beim EBITDA und 34 Prozent beim Gewinn je Aktie. Für die Geschäftsjahre 2028 bis 2030 wurden die Prognosen zusätzlich angehoben: beim EBITDA um 2,9 bis 4,4 Prozent pro Jahr und beim EPS um 4,4 bis 6,5 Prozent pro Jahr.

Ein wichtiger möglicher Zusatztreiber sind größere Hochspannungsprojekte mit 345 Kilovolt. Ihr Beitrag wird frühestens ab der zweiten Hälfte 2027 erwartet. Zudem rechnet die Einschätzung damit, dass MYR Group nach der jüngsten Übernahme innerhalb von zwei Jahren wieder eine Nettoliquiditätsposition erreichen könnte.

Analysten-Einordnung: Die Kombination aus höherer Einstufung und gesenktem Kursziel zeigt, dass die optimistischere Einschätzung vor allem auf verbesserten Wachstumsaussichten beruht, nicht auf einem angehobenen Bewertungsziel. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird sein, ob sich die erwartete Margenverbesserung und das Wachstum tatsächlich in den Ergebnissen niederschlagen. C&I ist laut Einschätzung konjunkturabhängiger als das Versorgergeschäft; außerdem liegen die großen 345-kV-Projekte noch in der Zukunft. Damit bleiben Umsetzung und Zeitplan zentrale Risiken.

Fazit & Ausblick

Die Hochstufung unterstreicht die positive Einschätzung der Nachfrage- und Gewinnperspektiven, während das niedrigere Kursziel zur Vorsicht bei der Bewertung mahnt. Im Blick stehen die weitere Entwicklung der Versorger- und Rechenzentrumsnachfrage, die Margen sowie der frühestens für die zweite Hälfte 2027 erwartete Beitrag der 345-kV-Projekte. Ein konkreter nächster Ergebnistermin ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

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