Microsoft streicht 268 Xbox-Stellen und ordnet Gaming-Studios neu

Microsoft streicht 268 Xbox-Stellen und ordnet Gaming-Studios neu AI Generated

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Microsoft streicht bei Xbox 268 Stellen in Halo Studios, weiteren First-Party-Studios sowie zentralen Managementfunktionen.
  2. Activision übernimmt zusätzliche Verantwortung für World’s Edge, Rare und die Entwicklung des nächsten Halo-Spiels.
  3. Playground und Turn 10 werden für die Reihen Forza und Fable zu einem Studio zusammengeführt.
  4. Die seit Juli laufende Xbox-Restrukturierung ist laut Microsoft zu rund drei Vierteln abgeschlossen; bei Ninja Theory und Arkane laufen weitere Prüfungen.

Marktanalyse & Details

268 Stellen fallen im Xbox-Geschäft weg

Microsoft setzt den bereits angekündigten Umbau seiner Gaming-Sparte fort. Nach Angaben von Xbox-Chef Matt Booty werden 268 Stellen bei Halo Studios, weiteren hauseigenen Studios sowie in Management- und zentralen Xbox-Funktionen gestrichen. Die Maßnahmen seit Juli, einschließlich der Veräußerung einzelner Studios, seien damit zu rund drei Vierteln umgesetzt.

Weitere Berichte sprechen von insgesamt etwa 500 zusätzlichen Stellen, die vor allem im Xbox-Geschäft wegfallen könnten. Die konkret benannte Maßnahme im Mitarbeiter-Memo umfasst jedoch 268 Positionen. Eine abschließende konzernweite Zahl für die laufende Neuordnung lässt sich daraus nicht ableiten.

Activision erhält größere Rolle bei Halo

Microsoft bündelt mehrere Entwicklungs- und Publishing-Strukturen neu. Activision soll künftig zusätzlich für World’s Edge und Rare zuständig sein. Auch das nächste Halo-Spiel wird von einem neu zusammengestellten Team unter dem Dach von Activision entwickelt, das organisatorisch von der laufenden Entwicklung und dem Call-of-Duty-Geschäft getrennt bleibt. Ein kleines Team bei Halo Studios soll weiterhin die bestehenden Spiele und die Community betreuen.

  • Bethesda übernimmt zusätzlich die Verantwortung für Obsidian, das unter anderem an Grounded und einem neuen Fallout-Projekt arbeitet.
  • King wird mit Microsoft Casual Games zusammengeführt, um die Kompetenzen bei Casual Games und Live-Betrieb zu bündeln.
  • Playground und Turn 10 werden als gemeinsames Studio auf Forza und Fable fokussiert.

Weitere Studios vor ungewisser Zukunft

Compulsion und Double Fine sind im August zusammen mit ihren Marken, Katalogen und Finanzmitteln an das Management zurückgekehrt. Undead Labs soll nach einem ähnlichen Modell mit einem neuen Publisher weitermachen; State of Decay 3 soll zum Start im Game Pass erscheinen.

Bei Ninja Theory sind zwei separate Vereinbarungen gescheitert. Microsoft will deshalb Gespräche über eine mögliche Schließung aufnehmen, während zugleich nach Alternativen gesucht wird. Die Konsultation bei Arkane soll voraussichtlich bis zum Jahresende andauern.

Analysten-Einordnung und Aktienreaktion

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Microsoft im Gaming-Geschäft stärker auf weniger, größere Marken und klar abgegrenzte Verantwortlichkeiten setzt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung zunächst eine höhere operative Unsicherheit, zugleich kann die Bündelung langfristig die Kostenstruktur vereinfachen und die Entwicklung etablierter Franchises beschleunigen.

Die kurzfristige Ergebniswirkung des Stellenabbaus bleibt offen, weil Microsoft keine konkreten Einsparungen oder Belastungen genannt hat. Entscheidend wird sein, ob die neue Struktur die Veröffentlichung von Halo, Forza, Fable und weiteren Titeln verlässlicher macht, ohne die kreative Breite des Portfolios zu stark zu reduzieren.

Die Microsoft-Aktie notierte am 22. September um 22:11 Uhr bei 434,60 Euro und lag 0,52 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn steht weiterhin ein Plus von 5,2 Prozent zu Buche. Die begrenzte Tagesbewegung zeigt, dass der Markt den Umbau bislang eher als Teil einer länger laufenden strategischen Anpassung denn als isolierten Schock bewertet.

Fazit & Ausblick

Microsoft beschleunigt die Konsolidierung von Xbox und verschiebt Verantwortung zu größeren Einheiten wie Activision und Bethesda. Für die Bewertung der Maßnahme sind nun der Fortgang der Konsultationen bei Ninja Theory und Arkane, die Umsetzung der Studiozusammenlegungen sowie konkrete Aussagen zu Kosten und künftigen Veröffentlichungen entscheidend.

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