Micron Technology Aktie: Baird sieht vor den Quartalszahlen 40 Prozent Kurspotenzial
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Micron legt am Mittwoch, 30. September, nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal vor.
- Baird hält laut vorliegenden Meldungen trotz der starken Rallye weiteres Kurspotenzial von rund 40 Prozent für möglich.
- Analysten erwarten kräftige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn, während Anleger vor allem die Dauer des Speicherchip-Booms hinterfragen.
- Die Micron-Aktie notierte am 30. September um 07:52 Uhr bei 943,80 Euro und lag seit Jahresbeginn 274,6 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Hohe Erwartungen vor dem Quartalsbericht
Für das vierte Geschäftsquartal rechnen Analysten im Mittel mit einem Gewinn von 35,79 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 31,72 US-Dollar. Der Umsatz soll den Erwartungen zufolge 51,33 Milliarden US-Dollar erreichen. Im Vorjahresquartal waren 3,2 Milliarden US-Dollar Gewinn, 3,03 US-Dollar bereinigter Gewinn je Aktie und 11,32 Milliarden US-Dollar Umsatz gemeldet worden.
Damit ist die Messlatte hoch: Ein starkes Ergebnis allein dürfte nicht reichen, wenn Microns Ausblick die Erwartungen an anhaltende Nachfrage und knappe Speicherlieferungen verfehlt. Im Zentrum steht, ob die Nachfrage aus dem Ausbau von KI-Rechenzentren über das laufende Quartal hinaus trägt.
Speicherknappheit verändert die Investmentthese
Der Markt diskutiert zunehmend nicht mehr nur, wie stark Micron kurzfristig wachsen kann, sondern wie lange das außergewöhnliche Geschäftsniveau anhält. Besonders gefragt ist High-Bandwidth Memory (HBM), das für KI-Beschleuniger benötigt wird. Micron entwickelt solche Speicherprodukte gemeinsam mit Kunden; längerfristige Liefervereinbarungen sollen Kunden angesichts knapper Kapazitäten Versorgung sichern.
Ein Teil der positiven Analystenthese beruht darauf, dass sich Speicher stärker zu kundenspezifischen und langfristig geplanten Produkten entwickelt. Das könnte die Abhängigkeit vom klassischen Spotmarkt und dessen Preisschwankungen verringern. Die Gegenthese bleibt jedoch relevant: Zusätzliche Kapazitäten der Anbieter könnten die Knappheit später abschwächen und damit Preise und Margen unter Druck setzen.
Analysten-Einordnung und Bewertung
Baird sieht laut den vorliegenden Angaben weiteres Aufwärtspotenzial von etwa 40 Prozent und hat das Kursziel vor den Zahlen angehoben; ein konkreter Zielkurs liegt nicht vor. Ein weiterer Analyst hält Micron trotz der starken Gewinnentwicklung für vergleichsweise niedrig bewertet: Die Aktie werde mit dem 6,54-Fachen der geschätzten Gewinne der kommenden zwölf Monate gehandelt. Zum Vergleich wurden für AMD und Intel deutlich höhere Multiplikatoren von 44,17 beziehungsweise 59,06 genannt.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass ein Teil des Marktes Microns Geschäft weiterhin als stark zyklisch bewertet und dem aktuellen Gewinnniveau wenig Dauerhaftigkeit zutraut. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Das Kurspotenzial hängt nicht allein von einem möglichen Ergebnisübertreffen ab, sondern vor allem davon, ob Micron mit Ausblick, Lieferverträgen und Nachfrageindikatoren belegen kann, dass der KI-Speicherbedarf den nächsten Zyklus länger trägt. Nach einem Anstieg von 274,6 Prozent seit Jahresbeginn steigt zugleich das Risiko, dass selbst gute Zahlen bereits eingepreist sind.
Fazit & Ausblick
Der Quartalsbericht am Mittwoch nach US-Börsenschluss ist der nächste wichtige Prüfstein. Anleger dürften neben Umsatz und bereinigtem Gewinn je Aktie besonders auf den Ausblick, die Entwicklung der HBM-Nachfrage und Hinweise zur Dauer der Speicherknappheit achten. Ein überzeugender Ausblick könnte die These eines länger anhaltenden KI-Speicherbooms stützen; Anzeichen für nachlassende Knappheit würden die hohen Erwartungen dagegen angreifbar machen.
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