Merck & Aktie: Tulisokibart erreicht Phase-2b-Ziele bei Hidradenitis
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Das Wichtigste in Kürze
- Mercks Prüfpräparat Tulisokibart erreichte bei mittelschwerer bis schwerer Hidradenitis suppurativa nach 16 Wochen den primären HiSCR50-Endpunkt.
- Eine klinische Verbesserung erzielten 72 Prozent der Patienten mit hoher und 64 Prozent mit mittlerer Dosis, gegenüber 35 Prozent unter Placebo.
- Die Häufigkeit schwerwiegender Nebenwirkungen war in den Gruppen ähnlich; schwere oder opportunistische Infektionen wurden nicht beobachtet.
- Merck will die Phase-2b-Ergebnisse auf einem Dermatologiekongress vorstellen; sie sollen die weitere Phase-3-Entwicklung unterstützen.
Marktanalyse & Details
Primärer Endpunkt klar erreicht
In der randomisierten, placebokontrollierten Phase-2b-Studie MK-7240-012 wurde Tulisokibart bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Hidradenitis suppurativa untersucht. Nach 16 Wochen erreichten 72 Prozent der Teilnehmer unter der hohen Dosis und 64 Prozent unter der mittleren Dosis eine Verbesserung von mindestens 50 Prozent beim HiSCR-Messwert. In der Placebogruppe waren es 35 Prozent. Auch die explorative niedrige Dosis lag mit 52 Prozent über Placebo.
Beim nicht hierarchisch getesteten sekundären HiSCR75-Endpunkt lagen die Ansprechraten bei 41 Prozent unter hoher, 40 Prozent unter mittlerer und 29 Prozent unter niedriger Dosis; Placebo erreichte 15 Prozent. Die Lebensqualität verbesserte sich gegenüber dem Ausgangswert im Mittel stärker unter hoher und mittlerer Dosis als unter Placebo. Für die niedrige Dosis wurde dabei kein Vorteil bei diesem Lebensqualitätsmaß berichtet.
Sicherheitsprofil und nächste Entwicklungsstufe
Mindestens ein unerwünschtes Ereignis trat bei 42,9 Prozent der Teilnehmer mit hoher Dosis, 47,6 Prozent mit mittlerer und 52,4 Prozent mit niedriger Dosis auf; unter Placebo waren es 40,9 Prozent. Schwerwiegende Ereignisse blieben selten und lagen je nach Dosis zwischen 2,4 und 4,8 Prozent, gegenüber 2,3 Prozent unter Placebo. Schwere oder opportunistische Infektionen wurden in der Studie nicht beobachtet.
Analysten-Einordnung: Die Unterschiede beim primären Endpunkt sind ein ermutigendes Wirksamkeitssignal, insbesondere weil sowohl die hohe als auch die mittlere Dosis Placebo übertrafen und die sekundären Ergebnisse in dieselbe Richtung weisen. Das Sicherheitsbild erscheint in dieser Studie vergleichbar mit Placebo. Die Daten stammen jedoch aus einer Phase-2b-Studie und belegen noch keine Wirksamkeit oder Sicherheit in einer größeren, bestätigenden Untersuchung. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung einen möglichen zusätzlichen Baustein in Mercks Forschungspipeline, aber noch keinen kurzfristig gesicherten Umsatzbeitrag. Entscheidend werden Umfang und Ergebnisse der Phase-3-Prüfung sein.
Fazit & Ausblick
Merck präsentiert die Ergebnisse auf einer Late-Breaking-News-Sitzung beim Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology 2026. Die Daten sollen die Phase-3-Entwicklung unterstützen; konkrete Angaben zu Start, Studiendesign oder Zeitplan liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Als Nächstes dürften daher die vollständige Kongresspräsentation und Mercks Angaben zum weiteren Entwicklungsprogramm im Mittelpunkt stehen.
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