Merck & Aktie: Quartalsüberraschung hebt 2026-Prognose an

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Goldesel Kompakt

Das Wichtigste in Kürze

  1. Merck & Co. steigerte den Umsatz im dritten Quartal 2026 um 5 Prozent auf 18,1 Milliarden US-Dollar.
  2. Das bereinigte Ergebnis je Aktie von 2,49 US-Dollar übertraf die Erwartungen von rund 2,09 US-Dollar.
  3. Der Konzern hob die Jahresprognose für den Umsatz auf 66,8 bis 67,3 Milliarden US-Dollar und für das bereinigte EPS auf 2,77 bis 2,82 US-Dollar an.
  4. Keytruda, Winrevair und das Tierarzneigeschäft trugen zum Wachstum bei; der Nettogewinn sank wegen einer einmaligen Belastung.

Marktanalyse & Details

Umsatz wächst, bereinigtes Ergebnis schlägt Erwartungen

Der US-Pharmakonzern erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 18,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 2,49 US-Dollar und damit deutlich über den Analystenerwartungen. Einschließlich der berichteten Ergebnisse fiel der Nettogewinn dagegen von 5,79 auf 5,07 Milliarden US-Dollar. Eine einmalige Belastung im Zusammenhang mit einem globalen Lizenzabkommen mit SciBrunch trug dazu bei; sie entsprach 0,12 US-Dollar je Aktie und belastete sowohl das ausgewiesene als auch das bereinigte EPS.

Keytruda bleibt Wachstumsmotor – neue Produkte gewinnen an Gewicht

Der Umsatz mit dem Krebsmedikament Keytruda stieg um 6 Prozent auf 8,6 Milliarden US-Dollar. Darin enthalten waren 830 Millionen US-Dollar aus der neuen, subkutan verabreichten Variante Keytruda QLEX. Winrevair, ein Mittel gegen pulmonale arterielle Hypertonie, legte um 93 Prozent auf 694 Millionen US-Dollar zu. Auch die Tiergesundheit entwickelte sich positiv: Die Erlöse des Geschäftsbereichs stiegen um 4 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar.

Ein Teil des Quartalswachstums war allerdings durch frühere Käufe als erwartet begünstigt. Das ist bei der Bewertung der Dynamik wichtig: Ein solcher Vorzieheffekt kann die Umsätze eines Quartals stützen, ohne sich im gleichen Maß in den Folgequartalen fortzusetzen.

Jahresziele steigen, Patentablauf bleibt zentrale Herausforderung

Merck erwartet für 2026 nun Erlöse von 66,8 bis 67,3 Milliarden US-Dollar. Zuvor lag die Untergrenze bei 66,3 Milliarden US-Dollar; die Obergrenze bleibt unverändert. Die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte das Unternehmen von 2,66 bis 2,76 auf 2,77 bis 2,82 US-Dollar.

Analysten-Einordnung: Die höhere Prognose signalisiert, dass Mercks starke Produkte und das Wachstum bei neueren Medikamenten die Jahresentwicklung derzeit besser tragen als zuvor angenommen. Für Anleger bleibt jedoch entscheidend, wie nachhaltig die Zuwächse sind und ob der Konzern seine Abhängigkeit von Keytruda verringern kann: Das Medikament steht für einen großen Teil des Umsatzes, während der Verlust wichtiger US-Patentrechte ab 2028 den Wettbewerb durch günstigere Nachahmerpräparate ermöglichen dürfte. Die Investitionen in neue Produkte und die Pipeline sind deshalb nicht nur eine Wachstumschance, sondern auch ein wichtiger Test für die künftige Ertragskraft.

Fazit & Ausblick

Das Quartal stärkt Mercks kurzfristigen Ausblick: Umsatz und bereinigtes Ergebnis übertrafen die Erwartungen, und beide Jahresziele wurden angehoben. In den kommenden Quartalen kommt es darauf an, ob Keytruda und die neueren Wachstumstreiber ihre Dynamik halten und ob zeitliche Vorzieheffekte nachlassen. Zugleich bleibt der Fortschritt bei der Pipeline zentral, um den erwarteten Patentablauf von Keytruda abzufedern.

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