Merck & Aktie: Keytruda und sac-TMT liefern starke Daten bei Gebärmutterkrebs

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Das Wichtigste in Kürze

  1. KEYTRUDA senkte in der Phase-3-Studie KEYNOTE-C93 bei einer bestimmten Gebärmutterkrebs-Form das Risiko für Fortschreiten oder Tod um 43 Prozent.
  2. Der Prüfstoff sac-TMT verringerte bei zuvor behandelten Patientinnen in TroFuse-005 das Sterberisiko um 32 Prozent und das Risiko für Fortschreiten oder Tod um 41 Prozent.
  3. Die Daten stammen aus unterschiedlichen Patientinnengruppen und Studien; sac-TMT ist noch in der Entwicklung.
  4. Die Merck-&-Co.-Aktie notierte am 26. Oktober bei 126,86 Euro, 1,92 Prozent unter dem Vortagesschluss.

Marktanalyse & Details

KEYTRUDA verbessert progressionsfreies Überleben

Merck & Co. hat Ergebnisse der Phase-3-Studie KEYNOTE-C93 zu KEYTRUDA (Pembrolizumab) bei fortgeschrittenem oder wiederkehrendem Endometriumkarzinom vorgestellt. Untersucht wurden Patientinnen mit einem Mismatch-Repair-defizienten Tumor, die noch keine systemische Chemotherapie erhalten hatten oder nach einer früheren adjuvanten Behandlung einen Rückfall erlitten.

Nach einer medianen Nachbeobachtung von 36,7 Monaten betrug das mediane progressionsfreie Überleben 38,2 Monate mit KEYTRUDA als Monotherapie und 8,4 Monate mit einer platinhaltigen Doppelchemotherapie. Das entspricht einer Verringerung des Risikos für Krankheitsfortschritt oder Tod um 43 Prozent. Die 36-Monats-Rate des progressionsfreien Überlebens lag bei 52,8 beziehungsweise 30,0 Prozent.

Beim Gesamtüberleben zeigte sich ein positiver Trend, die Auswertung ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Nach 36 Monaten waren 70,7 Prozent der Patientinnen in der KEYTRUDA-Gruppe und 62,0 Prozent in der Chemotherapiegruppe am Leben. Das Gesamtüberleben war zum Analysezeitpunkt noch nicht abschließend auswertbar. Schwere behandlungsbedingte Nebenwirkungen ab Grad 3 traten bei 18,1 Prozent unter KEYTRUDA und 50,7 Prozent unter Chemotherapie auf.

Prüfstoff sac-TMT zeigt Überlebensvorteil in anderer Patientinnengruppe

Eine zweite Phase-3-Studie, TroFuse-005, prüfte den experimentellen Wirkstoff sacituzumab tirumotecan (sac-TMT) bei fortgeschrittenem oder wiederkehrendem Endometriumkarzinom nach einer platinhaltigen Chemotherapie und einer Anti-PD-1/L1-Immuntherapie. Bei einer vorab geplanten Zwischenanalyse und median 14 Monaten Nachbeobachtung sank das Sterberisiko gegenüber einer vom behandelnden Arzt gewählten Therapie um 32 Prozent. Das mediane Gesamtüberleben verlängerte sich laut Merck um 6,9 Monate.

Auch das progressionsfreie Überleben verbesserte sich: sac-TMT senkte das Risiko für Fortschreiten der Erkrankung oder Tod um 41 Prozent und verlängerte das mediane progressionsfreie Überleben um 3,3 Monate. Die Daten wurden erstmals im Rahmen des Europäischen Krebskongresses ESMO vorgestellt. sac-TMT wird gemeinsam mit Kelun-Biotech entwickelt und ist noch nicht zugelassen.

Analysten-Einordnung und Aktienkontext

Analysten-Einordnung: Die beiden Studien liefern für Merck klinisch relevante Signale in unterschiedlichen Behandlungssituationen: KEYTRUDA zeigte einen deutlichen Vorteil beim progressionsfreien Überleben in einer molekular definierten Gruppe, während sac-TMT nach Vorbehandlungen auch beim Gesamtüberleben einen statistisch signifikanten Effekt meldete. Die Ergebnisse sind nicht direkt miteinander vergleichbar und belegen keine Wirkung in allen Formen von Gebärmutterkrebs. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine mögliche Stärkung der Onkologie-Pipeline und zusätzliche Optionen für spätere Behandlungslinien; der tatsächliche kommerzielle Beitrag hängt jedoch von Zulassungen, weiteren Daten und der späteren Anwendung ab.

Die Merck-&-Co.-Aktie kostete laut den vorliegenden Marktdaten am 26. Oktober um 16:51 Uhr 126,86 Euro und verlor an diesem Tag 1,92 Prozent. Seit Jahresbeginn lag sie dennoch 40,64 Prozent im Plus. Die Tagesbewegung allein erlaubt keine verlässliche Zuordnung zu den Studiendaten.

Fazit & Ausblick

Für KEYNOTE-C93 läuft die Nachbeobachtung des Gesamtüberlebens weiter; Merck will die Ergebnisse mit Zulassungsbehörden weltweit teilen. Bei sac-TMT strebt das Unternehmen nach Gesprächen mit der US-Arzneimittelbehörde FDA eine zügige Prüfung an. Entscheidend für die weitere Bewertung sind die regulatorischen Entscheidungen und die Bestätigung des klinischen Nutzens in der laufenden Entwicklung.

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