Mayr-Melnhof Karton Aktie: Bereinigtes EBITDA sinkt nach neun Monaten um 19 Prozent

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Mayr-Melnhof Karton erzielte von Januar bis September 2026 einen Umsatz von 2.774,7 Millionen Euro, 6,9 Prozent weniger als im Vorjahr.
  2. Das bereinigte EBITDA sank im ausgewiesenen Vergleich um 19,1 Prozent auf 259,1 Millionen Euro.
  3. Packaging legte auf vergleichbarer Basis zu, während Board & Paper unter Kosten- und Preisdruck litt.
  4. Das Jahresergebnis 2026 veröffentlicht das Unternehmen am 16. März 2027.

Marktanalyse & Details

Ergebnisentwicklung bleibt unter Druck

Mayr-Melnhof Karton hat in den ersten drei Quartalen 2026 weniger umgesetzt und verdient. Der Konzernumsatz fiel gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent auf 2.774,7 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA ging um 19,1 Prozent auf 259,1 Millionen Euro zurück, das bereinigte Betriebsergebnis um 38,8 Prozent auf 93,0 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge verringerte sich von 10,7 auf 9,3 Prozent.

Der ausgewiesene Vorjahresvergleich ist durch den Verkauf der TANN Gruppe und deren Entkonsolidierung ab Anfang Juni 2025 beeinflusst. Ohne TANN sank der Umsatz um 4,0 Prozent und das bereinigte EBITDA um 12,9 Prozent. Auch auf dieser vergleichbaren Basis blieb die Profitabilität klar unter dem Vorjahresniveau: Die bereinigte EBITDA-Marge fiel von 10,3 auf 9,3 Prozent.

Board & Paper belastet, Packaging entwickelt sich besser

Die Ergebnisentwicklung verlief nach Geschäftsbereichen unterschiedlich. Food & Premium Packaging sowie Pharma & Healthcare Packaging übertrafen beim bereinigten EBITDA auf vergleichbarer Basis das Vorjahr. In Board & Paper ging das Ergebnis trotz leicht höherer Mengen und Auslastung zurück. Anhaltender Wettbewerb und Preisdruck trafen dort auf deutlich höhere Energie-, Transport- und Chemikalienkosten. Geplante Wartungsstillstände in den Werken MM Kwidzyn und MM Kotkamills belasteten zusätzlich das dritte Quartal.

Das Fit-For-Future-Programm milderte die Belastungen nach Unternehmensangaben teilweise und stärkte die Wettbewerbsfähigkeit. Zugleich verursachten Maßnahmen des Programms Einmaleffekte von rund 40 Millionen Euro, die alle Divisionen betrafen. Die geplante Übernahme des Kartonwerks Arnsberg soll das Kerngeschäft Karton stärken und Synergien eröffnen.

Analysten-Einordnung: Die Zahlen zeigen, dass der Rückgang nicht allein mit der TANN-Entkonsolidierung zu erklären ist: Auch ohne diesen Effekt sanken Ergebnis und Marge deutlich. Entscheidend bleibt die Entwicklung in Board & Paper, wo das Unternehmen steigende Kosten wegen bestehender Überkapazitäten nur begrenzt weitergeben kann. Die besseren Beiträge aus Packaging und das Effizienzprogramm wirken als Gegengewicht, reichen bisher aber nicht aus, um den Margendruck im Konzern zu kompensieren. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass eine Nachfragebelebung im Verpackungsgeschäft allein noch keine rasche Erholung der Konzernmarge garantiert.

Fazit & Ausblick

Mayr-Melnhof erwartet eine Belebung der Nachfrage im Bereich Packaging. Besonders Pharma & Healthcare Packaging verzeichne zunehmendes Wachstum, auch bei GLP-1-Produkten. Für Board & Paper bleiben Überkapazitäten und stark steigende Energiekosten dagegen ein Risiko für die Margen, obwohl der Marktaustritt eines Wettbewerbers die Kapazitätssituation etwas entspannt. Der nächste wichtige Termin ist die Veröffentlichung des Jahresergebnisses 2026 am 16. März 2027.

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