LVMH Moët Henn. L. Vuitton Aktie: China-Schwäche drückt Umsatz und Kurs
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- LVMH erzielte im dritten Quartal 18,5 Milliarden Euro Umsatz und organisches Wachstum von 1 Prozent.
- Mode und Lederwaren schrumpften organisch um 5 Prozent und verfehlten die Markterwartungen deutlich.
- Schwache Nachfrage in China belastete die Kernsparte; im Sommer kam ein Boykott der Marke Louis Vuitton hinzu.
- Mehrere Banken senkten ihre Kursziele, während die LVMH-Aktie seit Jahresbeginn rund 41 Prozent verloren hat.
Marktanalyse & Details
Umsatzwachstum bleibt hinter Erwartungen
Der Luxusgüterkonzern setzte im dritten Quartal 18,5 Milliarden Euro um. Organisch wuchs der Umsatz damit um 1 Prozent und blieb unter den erwarteten 1,52 Prozent. Besonders schwach entwickelte sich die größte Sparte: Bei Mode und Lederwaren sank der vergleichbare Umsatz um 5 Prozent, während der Markt lediglich mit einem Rückgang von 1,57 Prozent gerechnet hatte. In den ersten neun Monaten summierte sich der Konzernumsatz auf rund 56,73 Milliarden Euro.
LVMH verwies auf die verhaltene Nachfrage in China. Die Marke Louis Vuitton war zudem im Juli und August Ziel eines Boykotts, nachdem der Konzern einen Rechtsstreit gegen den chinesischen Teehersteller Molly Tea gewonnen hatte. Solideres Wachstum in den USA, Europa und Japan konnte die Schwäche in China nicht ausgleichen.
Reaktionen der Analysten und der Aktie
Nach den Zahlen fiel die Aktie im nachbörslichen Handel auf Tradegate zeitweise um rund 2,6 Prozent. Zum angegebenen Kurszeitpunkt notierte sie im Lang-&-Schwarz-Handel bei 373,35 Euro und lag damit seit Jahresbeginn 41,41 Prozent im Minus.
- Kepler Cheuvreux senkte das Kursziel von 500 auf 490 Euro und bestätigte „Buy“.
- JPMorgan reduzierte das Kursziel von 525 auf 500 Euro und stufte die Aktie mit „Neutral“ ein.
- Jefferies nahm das Kursziel von 440 auf 415 Euro zurück und bestätigte „Hold“.
Analysten-Einordnung: Die Kürzungen spiegeln vor allem die enttäuschende Entwicklung der margenstarken Mode- und Ledersparte wider. Dass die Umsätze in dieser Kernsparte deutlich stärker als erwartet nachgaben, macht die China-Schwäche zu mehr als einem bloßen regionalen Störfaktor. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass eine Erholung der Aktie davon abhängt, ob sich die Nachfrage in China stabilisiert und das Wachstum in anderen Regionen die Lücke schließen kann. Die bestätigten Einstufungen von Buy bis Hold zeigen zugleich, dass die Analysten trotz niedrigerer Ziele unterschiedliche Einschätzungen zum Erholungspotenzial haben.
Fazit & Ausblick
Im Fokus der nächsten Quartale stehen die Entwicklung der Nachfrage in China und die Frage, ob LVMH das Wachstum außerhalb der Region verstetigen kann. Entscheidend wird auch sein, ob sich der Rückgang bei Mode und Lederwaren abschwächt. Ein konkreter Termin für die nächsten Geschäftszahlen liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.
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