Lufthansa leitet zwei Flüge nach Zwischenfällen um – Hunderte Passagiere betroffen
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Das Wichtigste in Kürze
- Ein Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Lissabon wich am Samstag wegen einer brennenden Powerbank nach Lyon aus.
- 198 Passagiere und sechs Crew-Mitglieder übernachteten in Hotels und wurden auf andere Verbindungen umgebucht.
- Ein Flug nach Toronto landete wegen Geruchs in der Kabine vorsorglich in Manchester; an Bord waren 371 Passagiere.
- Lufthansa untersuchte das Flugzeug und organisierte für die Reisenden eine Weiterreise mit einem Ersatzflug.
Marktanalyse & Details
Zwei Umleitungen an einem Wochenende
Gleich zwei Lufthansa-Verbindungen ab Frankfurt wurden am Samstag aus Sicherheitsgründen unterbrochen. Auf dem Flug LH1170 nach Lissabon geriet eine Powerbank im Sitzbereich eines Passagiers in Brand. Die Crew sicherte das Gerät in einer dafür vorgesehenen Schutztasche und entschied sich anschließend für eine Ausweichlandung in Lyon. Die Maschine landete dort sicher gegen 22 Uhr.
Auch ein Flug nach Toronto erreichte sein Ziel nicht direkt: Wegen eines Geruchs in der Kabine kehrte die Boeing 747-400 über Schottland um und landete in Manchester. Für eine priorisierte Landung wurde eine Luftnotlage erklärt. Wegen des erhöhten Landegewichts prüfte die Feuerwehr das Flugzeug vorsorglich. Die Passagiere konnten die Maschine anschließend normal verlassen.
Powerbank-Regeln und Folgen für Reisende
Die Unterbrechung in Lyon bedeutete für die 198 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder eine Übernachtung in Hotels. Für den Folgetag wurden sie auf alternative Verbindungen nach Lissabon umgebucht. Die 371 Reisenden des Toronto-Flugs sollten ihre Reise ebenfalls am Sonntag mit einem Ersatzflug fortsetzen.
- Powerbanks dürfen bei der Lufthansa-Gruppe nicht im aufgegebenen Gepäck transportiert werden.
- Im Handgepäck gehören sie laut den geltenden Vorgaben nicht in die Gepäckfächer über den Sitzen, sondern etwa in die Sitztasche, an den Körper oder unter den Vordersitz.
- Die Nutzung und das Aufladen von Powerbanks an Bord sind grundsätzlich untersagt; eine Ausnahme gilt für genehmigte medizinische Geräte.
Analysten-Einordnung: Zwei sicherheitsbedingte Umleitungen innerhalb eines Wochenendes sind zunächst operative Einzelfälle und erlauben keine Aussage über die allgemeine Zuverlässigkeit der Flotte. Für Anleger und Reisende ist vor allem relevant, dass solche Vorfälle kurzfristig zusätzliche Kosten und erhebliche Unannehmlichkeiten verursachen können. Die Entscheidung der Crews, die Flüge umzuleiten, zeigt zugleich, dass Sicherheitsmaßnahmen Vorrang vor dem ursprünglichen Flugplan haben.
Fazit & Ausblick
Für die betroffenen Fluggäste stand zunächst die Organisation der Weiterreise im Vordergrund. Beim Lissabon-Flug war die brennende Powerbank der Auslöser; beim Toronto-Flug wird das Flugzeug untersucht. Angaben zu den Ursachen des Kabinengeruchs oder zu möglichen weiteren betrieblichen Folgen lagen zunächst nicht vor.
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