Lockheed Martin Aktie: US-Aufträge von mehr als einer Milliarde Dollar stärken Rüstungsgeschäft

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Lockheed Martin erhielt mehrere US-Verteidigungsaufträge mit einem Gesamtwert von mehr als einer Milliarde US-Dollar.
  2. Ein Auftrag über rund 724 Millionen Dollar betrifft Aegis-Systeme für zwei Schiffe Japans.
  3. Ein Navy-Auftrag über rund 245 Millionen Dollar finanziert weitere F/A-18-Infrarotsuch- und Ortungssysteme.
  4. Zusätzlich vergab Lockheed Martin einen mehrjährigen THAAD-Triebwerksauftrag über mehr als sechs Milliarden Dollar an L3Harris.

Marktanalyse & Details

Aufträge für Japan und die US Navy

Die US-Verteidigungsbehörden meldeten mehrere Aufträge für Lockheed Martin. Der größte der konkret bezifferten Verträge umfasst 723.997.537 US-Dollar. Lockheed Martins Geschäftsbereich Rotary and Mission Systems soll im Rahmen eines Foreign-Military-Sales-Verfahrens für das japanische Verteidigungsministerium das Aegis-System für ein Schiff liefern und das Kampfsystem für ein zweites Schiff bereitstellen.

Ein weiterer Vertragsnachtrag der US Navy beläuft sich auf 244.960.024 US-Dollar. Er deckt die zweite Vollserienproduktion von Infrarot-Such- und Ortungssystemen des Typs Block II für F/A-18E/F ab. Vorgesehen sind unter anderem 48 Infrarotempfänger – davon 45 für die US Navy und drei für die australische Luftwaffe –, 74 Prozessoren sowie 27 Trägheitsmesseinheiten für die Navy. Hinzu kommen Wartung von Testausrüstung und weiteres Fertigungsmaterial.

Weitere Produktionsänderungen und Lieferketten

Zu den übrigen gemeldeten Aufträgen zählen Änderungen an der F-35-Produktion sowie Stellantriebe für F-16-Kampfflugzeuge. Für diese Positionen liegen in den vorliegenden Angaben keine Einzelwerte vor; die Auftragsübersicht beziffert das Gesamtvolumen der US-Verteidigungsaufträge auf mehr als eine Milliarde US-Dollar.

Daneben vergab Lockheed Martin an L3Harris einen zunächst nicht abschließend festgelegten Auftrag von mehr als sechs Milliarden US-Dollar über sieben Jahre. Damit soll L3Harris die Produktion von Triebwerken für das THAAD-Raketenabwehrsystem ausweiten. Dieser Betrag ist kein Auftragseingang für Lockheed Martin, sondern eine Verpflichtung des Konzerns gegenüber einem Zulieferer.

Analysten-Einordnung: Die Aufträge stützen die Sichtbarkeit der Nachfrage nach Lockheed Martins Luftfahrt- und Raketenabwehrsystemen und zeigen zugleich, wie stark das Geschäft von staatlichen Beschaffungsprogrammen und internationalen Kunden abhängt. Dies deutet darauf hin, dass neben dem Auftragseingang auch die Fähigkeit zur termingerechten Lieferung entscheidend bleibt. Die mehrjährige THAAD-Vereinbarung mit L3Harris kann die industrielle Kapazität erhöhen, bedeutet für Lockheed Martin zunächst aber auch eine Ausweitung der Zuliefererfinanzierung und Produktionsplanung.

Fazit & Ausblick

Für die weitere Einordnung sind die Umsetzung der japanischen Aegis-Lieferungen, der Hochlauf der F/A-18-Systeme und die Ausweitung der THAAD-Triebwerksproduktion zentral. Die Meldungen enthalten keine Angaben zu zusätzlichen Umsatz- oder Gewinnprognosen; ein unmittelbarer Ergebniseffekt lässt sich daraus daher nicht beziffern.

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