Lockheed-Martin-Aktie: UBS stuft auf Buy hoch und hebt Kursziel auf 674 US-Dollar
Kurzüberblick
- UBS hebt Lockheed Martin von Neutral auf Buy an und erhöht das Kursziel von 581 auf 674 US-Dollar.
- Die Analysten erwarten bis 2028 ein jährliches Umsatzwachstum von 9 Prozent, getragen von Raketen und Munition.
- Zusätzlich sollen F-35-Wartung, CH-53K und Trident das Wachstum des Rüstungskonzerns stützen.
- Die Lockheed-Martin-Aktie notiert am 8. September 2026 bei 457,30 Euro und liegt 1,62 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
UBS sieht deutliches Aufwärtspotenzial
UBS-Analyst Gavin Parsons hat die Einstufung für Lockheed Martin von Neutral auf Buy angehoben. Gleichzeitig wurde das 12-Monats-Kursziel von 581 auf 674 US-Dollar erhöht. Nach Einschätzung der Bank entspricht dies einem Aufwärtspotenzial von rund 26 Prozent gegenüber dem damaligen Referenzkurs.
Die zentrale These basiert auf einer stärkeren Nachfrage nach Raketen und Munition. UBS rechnet für Lockheed Martin bis 2028 mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 9 Prozent und liegt damit über den derzeitigen Konsensschätzungen. Auch das Wartungsgeschäft für die F-35, das Hubschrauberprogramm CH-53K und das Trident-Programm sollen zum Wachstum beitragen.
Produktionshochlauf als entscheidender Hebel
Besonders optimistisch ist UBS für den Bereich Missiles and Fire Control. In ihrem Modell unterstellt die Bank dort für den Zeitraum 2025 bis 2030 ein Umsatzwachstum von 150 Prozent. Diese Annahme beruht auf mehrjährigen Produktionsplänen, steigenden Anforderungen an nationale Raketenbestände und zusätzlicher internationaler Nachfrage.
Nach Einschätzung von UBS könnten die Produktionsziele nachhaltiger ausfallen als bislang am Markt erwartet. Der US-Verteidigungsapparat dränge zudem auf einen schnelleren Ausbau der Lieferketten. Die Bank erwartet für 2028 einen zweistelligen Aufschlag beim Gewinn je Aktie gegenüber dem Analystenkonsens.
Bewertung und Anleger-Einordnung
UBS hält die Sorgen über den Verteidigungshaushalt für das Geschäftsjahr 2027 für übertrieben. Als weiteres Argument nennt die Bank die vergleichsweise niedrige Bewertung: Lockheed Martin werde mit einem Abschlag von 15 Prozent zum S&P 500 gehandelt. Gleichzeitig verwies UBS auf steigende Auftragsvergaben und Nachholeffekte bei den Budgetauszahlungen.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die Kaufempfehlung nicht allein auf kurzfristigen Nachrichten beruht, sondern auf einer möglichen Neubewertung der mittelfristigen Produktionskapazitäten. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass vor allem der tatsächliche Hochlauf bei Raketen und Munition entscheidend ist. Bleiben Aufträge, Lieferketten und Budgets hinter den Erwartungen zurück, könnte sich der Bewertungsabschlag als berechtigt erweisen. Das Kursziel von 674 US-Dollar ist zudem nicht direkt mit dem in Euro angegebenen Börsenkurs vergleichbar, da Wechselkurs und Handelsplatz berücksichtigt werden müssen.
Die Aktie notierte am 8. September 2026 um 11:23 Uhr bei 457,30 Euro und gewann im Tagesverlauf 1,62 Prozent. Seit Jahresbeginn steht damit ein Plus von 10,29 Prozent zu Buche. Die positive Reaktion zeigt, dass die Hochstufung kurzfristig auf Interesse stößt; für eine nachhaltige Kursbewegung müssen jedoch konkrete Auftragseingänge und Fortschritte bei der Produktion folgen.
Fazit & Ausblick
Die UBS-Hochstufung rückt Lockheed Martins Raketen- und Munitionsgeschäft als wichtigsten Wachstumstreiber in den Mittelpunkt. Anleger sollten nun insbesondere auf neue Vergaben, Fortschritte beim Kapazitätsausbau und die Entwicklung der US-Verteidigungsbudgets achten. Entscheidend wird sein, ob Lockheed Martin die von UBS erwartete Wachstumsbeschleunigung in den kommenden Quartalszahlen bestätigt.
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