Apple setzt beim iPhone 18 auf Premium: Falt-iPhone für bis zu 3.000 Dollar erwartet
Kurzüberblick
- Apple soll am 9. September das iPhone 18 Pro, Pro Max und ein faltbares Premium-iPhone vorstellen.
- Das Faltmodell könnte je nach Speicherausstattung rund 2.000 bis 3.000 US-Dollar kosten.
- Eine gestaffelte Markteinführung soll Lieferengpässe bei Prozessoren und Speicherkomponenten abfedern.
- Die Apple-Aktie notierte zuletzt bei 275,20 Euro und liegt seit Jahresbeginn 18,52 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Apple verschiebt den Schwerpunkt auf teure iPhone-Modelle
Apple steht vor dem ersten großen Produkttest unter dem neuen CEO John Ternus. Bei der Veranstaltung am 9. September werden nach bisherigen Informationen zunächst das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max sowie ein faltbares Modell erwartet. Das häufig als iPhone Ultra bezeichnete Gerät könnte als neues Spitzenprodukt der Baureihe positioniert werden.
Die günstigeren Varianten iPhone 18 und iPhone 18 Air dürften dagegen erst Anfang 2027 folgen. Die bisherigen Modelle iPhone 17 und iPhone 17 Air sollen bis dahin im Sortiment bleiben. Damit würde Apple die traditionelle gemeinsame Markteinführung der gesamten iPhone-Familie aufbrechen.
Preispolitik wird zum entscheidenden Faktor
Das faltbare iPhone könnte bei etwa 2.000 US-Dollar starten und in Ausstattungen mit mehr Speicher bis zu 3.000 US-Dollar kosten. Zusätzlich steht eine mögliche Preiserhöhung für die gesamte iPhone-18-Reihe im Raum. Als mögliche Größenordnung werden bis zu 200 US-Dollar genannt, während das Basismodell iPhone 17 derzeit ab 799 US-Dollar angeboten wird.
Apple dürfte damit versuchen, den durchschnittlichen Verkaufspreis je Gerät zu steigern und den Druck auf die Gewinnmargen durch teurere Komponenten auszugleichen. Die hohe Nachfrage nach der iPhone-17-Familie hat zugleich zu Engpässen bei Halbleitern geführt. Der globale Speicherbedarf für Anwendungen der künstlichen Intelligenz verteuert wichtige Bauteile zusätzlich.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Apple den nächsten iPhone-Zyklus weniger über maximale Stückzahlen und stärker über einen hochwertigen Produktmix steuern will. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung ein zweischneidiges Bild: Höhere Preise und ein faltbares Halo-Produkt können Umsatz je Gerät und Margen stützen, zugleich steigt das Risiko, dass eine zu aggressive Preisstrategie die Nachfrage und das Absatzvolumen belastet. Entscheidend wird daher sein, ob Apple den Aufpreis mit überzeugenden Funktionen rechtfertigen kann.
Neue Siri als Bewährungsprobe für Apple Intelligence
Zum ersten Mal sollen Nutzer eine deutlich überarbeitete Siri erleben, die auf Apple Intelligence basiert. Die geplante Version soll Informationen aus Nachrichten, E-Mails und Fotos zusammenführen und mehrstufige Aktionen über mehrere Apps hinweg ausführen können. Die Verarbeitung ist auf Geräte, Apples Private Cloud Compute und bei Zustimmung der Nutzer auch auf externe Modelle verteilt.
Die dafür erhöhte Speicherkapazität in den Geräten verschärft jedoch die Kosten- und Beschaffungsfragen. Nach Verzögerungen seit der ersten Ankündigung im Jahr 2024 wird die praktische Qualität der neuen Siri deshalb zu einem wichtigen Vertrauenssignal für Kunden und Investoren.
Lieferkette bleibt ein Unsicherheitsfaktor
Der chinesische Speicher- und Halbleiterhersteller CXMT erklärte zu Berichten über eine mögliche Zusammenarbeit mit Apple, das Unternehmen prüfe offen Kooperationsmöglichkeiten mit globalen Premiumkunden. Eine bestätigte Apple-Partnerschaft ergibt sich daraus nicht. CXMT betont lediglich, dass seine Produkte bei der Leistung mit internationalen etablierten Herstellern konkurrieren könnten.
Die gestaffelte Einführung der iPhone-18-Modelle könnte Apple helfen, die Belastung für Fertigungspartner zu verteilen und zunächst die profitableren Varianten zu priorisieren. Gleichzeitig muss das Unternehmen zeigen, dass die Versorgung mit Speicher, Prozessoren und weiteren Komponenten ausreichend stabil ist.
Fazit & Ausblick
Am 9. September richtet sich der Blick nicht nur auf das Design des möglichen Falt-iPhones, sondern vor allem auf Preise, Lieferfähigkeit und die tatsächliche Leistungsfähigkeit der neuen Siri. Hält Apple die Preise der iPhone-17-Modelle stabil, könnten diese Geräte den Absatz der neuen Generation kannibalisieren. Werden sie angehoben, droht dagegen zusätzlicher Druck auf das Gesamtvolumen. Die günstigeren iPhone-18-Varianten und damit ein vollständigeres Bild der Nachfrage werden voraussichtlich erst Anfang 2027 sichtbar.
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