Lockheed Martin Aktie: Rekordauftragsbestand und höhere Jahresprognose
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Lockheed Martin steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal auf 1,845 Milliarden US-Dollar.
- Der Gewinn je Aktie von 7,97 US-Dollar übertraf die Markterwartung von 7,52 US-Dollar.
- Der Auftragsbestand erreichte mit 292 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert.
- Für das Geschäftsjahr 2026 erhöhte der Konzern seine Prognosen für Umsatz, Gewinn je Aktie und freien Cashflow.
Marktanalyse & Details
Quartalszahlen über den Erwartungen
Lockheed Martin erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 20,7 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen von 20,46 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,62 auf 1,845 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie legte von 6,95 auf 7,97 US-Dollar zu und lag ebenfalls über der Konsensschätzung.
Prognose und Auftragsbestand
Der Rüstungskonzern erwartet für 2026 nun einen Gewinn je Aktie von 30,35 bis 30,75 US-Dollar; zuvor hatte die Spanne bei 29,95 bis 30,65 US-Dollar gelegen. Die Umsatzprognose wurde auf 80 bis 82 Milliarden US-Dollar angehoben. Auch beim freien Cashflow rechnet Lockheed Martin mit mehr: 7,8 bis 8,0 Milliarden US-Dollar statt zuvor 7,0 bis 7,2 Milliarden US-Dollar.
Der Auftragsbestand von 292 Milliarden US-Dollar signalisiert eine umfangreiche Nachfragebasis. Darin enthalten sind 52,5 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit einer mehrjährigen Vereinbarung zur Produktion von PAC-3-MSE-Abfangraketen. Zusätzlich haben Lockheed Martin und das US-Verteidigungsministerium eine Rahmenvereinbarung über Produktion und Wartung von 850 F-35 über zehn Jahre vorgestellt. Sie sieht eine jährliche Fertigungsrate von 156 Maschinen vor. Die Vereinbarung ist jedoch noch kein endgültiger Auftrag: Vertragsbedingungen, Preise und Zeitpläne sollen erst nach einer möglichen mehrjährigen Ermächtigung abschließend festgelegt werden.
Analysten-Einordnung: Die angehobenen Prognosen und der Quartalsgewinn über den Erwartungen sprechen für eine solide operative Entwicklung. Der Rekordbestand verbessert die Visibilität für künftige Umsätze, wird aber nicht unmittelbar zu Umsatz oder Gewinn: Auslieferungen, Produktionskapazitäten und die konkrete Umsetzung der Rahmenvereinbarungen bleiben entscheidend. Für Anleger bedeutet die F-35-Vereinbarung daher zunächst ein langfristiges Nachfrage- und Planungssignal, nicht bereits einen vollständig fixierten Auftrag.
Die Aktie notierte laut den vorliegenden Marktdaten am 22. Oktober 2026 um 13:18 Uhr bei 509,20 Euro und lag damit 4,24 Prozent im Plus. Die Kursbewegung fällt zeitlich mit den angehobenen Erwartungen und dem Rekordauftragsbestand zusammen.
Fazit & Ausblick
Im Fokus steht nun, ob Lockheed Martin die erhöhten Ziele für 2026 durch stabile Produktion und termingerechte Auslieferungen erreicht. Für den F-35-Rahmen müssen zudem die mehrjährige Ermächtigung und die anschließende formelle Vertragsgestaltung folgen. Ein konkreter nächster Termin für die Veröffentlichung weiterer Ergebnisse ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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