Lockheed Martin Aktie: Gewinnsprung und höhere Prognose treiben Kurs
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Lockheed Martin steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 11,3 Prozent auf 20,71 Milliarden US-Dollar.
- Der Gewinn je Aktie lag mit 7,97 US-Dollar 45 Cent über der Markterwartung.
- Der Konzern hob seine Umsatz-, EPS- und Free-Cashflow-Prognose für 2026 an.
- Ein Rahmenabkommen sieht 850 F-35 über zehn Jahre vor, ist aber noch kein endgültiger Auftrag.
Marktanalyse & Details
Quartalsergebnis über den Erwartungen
Lockheed Martin meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von 20,71 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf der Rüstungskonzern die Erwartung von 20,48 Milliarden US-Dollar; gegenüber dem Vorjahresquartal stiegen die Erlöse um 11,3 Prozent. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich um 14,7 Prozent auf 7,97 US-Dollar und lag ebenfalls über der Prognose von 7,52 US-Dollar. Der Nettogewinn nahm um 14,2 Prozent auf 1,831 Milliarden US-Dollar zu.
Auch die Mittelzuflüsse waren kräftig: Der operative Cashflow belief sich auf 3,4 Milliarden US-Dollar, der Free Cashflow auf 3,0 Milliarden US-Dollar. Der Auftragsbestand erreichte mit 292 Milliarden US-Dollar einen Rekord und lag 27 Prozent über dem Vorquartal.
Prognose angehoben, F-35-Rahmen vereinbart
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Lockheed Martin nun einen Umsatz von 80 bis 82 Milliarden US-Dollar, nach zuvor 79,75 bis 81,75 Milliarden. Die neue EPS-Spanne beträgt 30,35 bis 30,75 US-Dollar statt 29,95 bis 30,65 US-Dollar. Beim Free Cashflow rechnet das Unternehmen jetzt mit 7,8 bis 8,0 Milliarden US-Dollar; zuvor hatte die Bandbreite bei 7,0 bis 7,2 Milliarden gelegen.
Zusätzlich vereinbarten Lockheed Martin und das US-Verteidigungsministerium einen Rahmen für Produktion und Unterstützung von 850 F-35 über zehn Jahre. Vorgesehen ist eine Jahresproduktion von 156 Flugzeugen. Das Abkommen umfasst auch internationale Bestellungen, Ersatzteile und Modernisierungskits. Es ist jedoch noch kein endgültiger Auftrag: Dafür sind eine mehrjährige Genehmigung und die anschließende Festlegung von Vertragsbedingungen, Preisen und Zeitplänen erforderlich.
Analysten-Einordnung: Die gleichzeitige Anhebung von Umsatz-, Gewinn- und Cashflow-Zielen spricht dafür, dass die starke Quartalsleistung nicht allein auf einen einzelnen Ergebnisposten zurückgeht. Der Rekord-Auftragsbestand verbessert die Visibilität, ist aber nicht mit kurzfristig realisierten Umsätzen gleichzusetzen. Für Anleger bedeutet die F-35-Vereinbarung zusätzliches langfristiges Potenzial, dessen Umfang und wirtschaftliche Wirkung erst mit einem formellen Vertrag klarer werden. Die Lockheed-Martin-Aktie notierte am 22. Oktober um 14:51 Uhr bei 513,60 Euro und lag 5,14 Prozent im Plus; die Kursbewegung ist dabei kein Beleg dafür, dass alle Risiken bereits eingepreist sind.
Fazit & Ausblick
Das Quartal verbindet übertroffene Erwartungen mit einem angehobenen Jahresausblick und einem umfangreichen Auftragsbestand. Im Fokus steht nun, ob Lockheed Martin die höheren Ziele beim Free Cashflow und Ergebnis erreicht und ob aus dem F-35-Rahmen ein endgültiger Mehrjahresvertrag wird. Ein konkreter Termin für die formelle Vergabe ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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