Lockheed Martin Aktie: Boeing gewinnt nächsten US-Kampfjetauftrag
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Das Wichtigste in Kürze
- Boeing erhält den Auftrag für den neuen F/A-XX-Kampfjet der US-Marine und setzt sich gegen Northrop Grumman durch.
- Lockheed Martin hatte im Vorjahr bereits den Zuschlag für den F-47 der US-Luftwaffe verpasst.
- Parallel meldet Lockheed mehrere US-Verteidigungsaufträge im Gesamtwert von mehr als einer Milliarde US-Dollar.
- Ein Japan-Auftrag über rund 724 Millionen US-Dollar umfasst Aegis-Kampfsysteme für zwei Schiffe.
Marktanalyse & Details
Boeing gewinnt den Marine-Kampfjetauftrag
Der US-Verteidigungsauftrag für den geplanten Tarnkappenjäger F/A-XX geht an Boeing. Das Flugzeug soll ab den 2030er Jahren schrittweise die F/A-18 Super Hornet der Marine ablösen. Northrop Grumman ging bei der Auswahl leer aus. Kosten, Bestellmenge und genauer Zeitplan wurden zunächst nicht genannt; Boeing bezeichnete den Vertrag als milliardenschwer.
Für Lockheed Martin ist der Zuschlag kein direkter Verlust bei diesem Marineprogramm: Das Unternehmen war hier nicht als unterlegener Bieter genannt. Dennoch folgt die Entscheidung auf einen wichtigen Wettbewerbserfolg Boeings im Vorjahr, als Lockheed den Auftrag für den neuen F-47 der US-Luftwaffe verpasste. F/A-XX und F-47 sind getrennte Programme für unterschiedliche Teilstreitkräfte.
Lockheed meldet eigene Aufträge und einen Ausbau der THAAD-Produktion
Die jüngsten Mitteilungen des US-Verteidigungsministeriums umfassen für Lockheed mehrere Aufträge von insgesamt mehr als einer Milliarde US-Dollar. Dazu gehören unter anderem:
- Ein Vertragszusatz von rund 724 Millionen US-Dollar für Aegis-Kampfsysteme für zwei Schiffe Japans.
- Ein Zusatzauftrag von rund 245 Millionen US-Dollar für Infrarot-Such- und Ortungssysteme der F/A-18E/F, einschließlich Komponenten für die US-Marine und die australische Luftwaffe.
- Weitere Arbeiten an der F-35-Produktion und F-16-Stellantrieben, für die in den vorliegenden Angaben keine Einzelwerte genannt werden.
Zusätzlich erhielt L3Harris von Lockheed einen zunächst noch nicht abschließend festgelegten Auftrag über mehr als sechs Milliarden US-Dollar über sieben Jahre. Damit soll die Produktion von Antriebssystemen für das Raketenabwehrsystem THAAD ausgeweitet werden. Dieser Betrag ist ein Auftrag an den Zulieferer und darf nicht als zusätzlicher Umsatz von Lockheed Martin verstanden werden.
Analysten-Einordnung: Dies deutet auf eine zweigeteilte Lage hin: Boeing stärkt seine Position bei neuen US-Kampfjetprogrammen, während Lockheed mit bestehenden Verteidigungsaufträgen und der Ausweitung der Raketenabwehrproduktion im Geschäft bleibt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass der Wettbewerb um künftige Großprogramme ein Risiko für Lockheeds Wachstumsperspektive bleibt, die aktuellen Aufträge aber zugleich Nachfrage in etablierten Bereichen belegen. Aus den Auftragsmeldungen allein lässt sich noch keine belastbare Aussage über den kurzfristigen Gewinnbeitrag ableiten.
Fazit & Ausblick
Beim F/A-XX stehen nun weitere Angaben zu Vertragsumfang, Stückzahl und Zeitplan aus. Für Lockheed Martin bleibt entscheidend, wie sich laufende Programme und Aufträge für Verteidigungs- und Raketenabwehrsysteme entwickeln. Die F/A-XX-Auswahl ist vor allem ein Hinweis auf den intensiven Wettbewerb um die nächste Generation militärischer Flugzeuge – nicht auf einen direkten Auftragsverlust Lockheeds bei diesem Marineprojekt.
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