Lam Research bekräftigt 150-Milliarden-Dollar-Markt für Wafer-Fabrik-Anlagen
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Lam Research hält für 2026 an einer Marktgröße von mehr als 150 Milliarden US-Dollar für Anlagen zur Waferfertigung fest.
- Bis Ende 2027 sollen nach Lams Einschätzung acht bis zehn neue Tier-1-Fabriken in Betrieb gehen.
- Analyst Craig Ellis sieht darin Rückenwind für den Zulieferer Ichor Holdings, dessen größte Kunden Applied Materials und Lam Research sind.
- Eine separate Branchenprognose erwartet WFE-Ausgaben von 200 Milliarden US-Dollar 2027 und 230 Milliarden US-Dollar 2028.
Marktanalyse & Details
Lams Marktausblick stützt die Zulieferkette
Lam Research hat seine Einschätzung bekräftigt, dass der globale Markt für Anlagen zur Waferfertigung (Wafer Fab Equipment, WFE) 2026 mehr als 150 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Zugleich rechnet das Unternehmen bis Ende 2027 mit acht bis zehn neu anlaufenden Tier-1-Fabriken. Für Hersteller von Fertigungssystemen und deren Zulieferer wäre das ein Hinweis auf wachsenden Bedarf an Produktionskapazitäten.
Die Meldung enthält allerdings keine neue Umsatz- oder Gewinnprognose für Lam Research. Im Mittelpunkt steht die mögliche Wirkung des Branchenwachstums auf Ichor Holdings, einen Zulieferer von Komponenten für Anlagen zur Halbleiterfertigung. Applied Materials und Lam Research zählen zu Ichors größten Kunden und sind in den Märkten für fortschrittliche Foundry-Chips, DRAM und NAND aktiv.
Wachstumserwartungen und Risiken
Analyst Craig Ellis verweist auf weitere Signale aus der Branche: Applied Materials habe seine Prognose für das Systemgeschäft 2026 zum dritten Mal angehoben und erwarte nun ein Wachstum von rund 40 Prozent. Eine eigene Branchenanalyse des Analystenhauses sieht die WFE-Ausgaben bei 200 Milliarden US-Dollar 2027 und 230 Milliarden US-Dollar 2028. Das sind Prognosen, keine von Lam bestätigten Marktwerte für diese späteren Jahre.
Für Ichor erwartet Ellis steigende annualisierte Erlöse: von einer kurzfristigen Kapazitätsschwelle von rund zwei Milliarden US-Dollar perspektivisch in Richtung drei Milliarden US-Dollar. Engpässe bei Durchflussreglern hätten zuletzt zwar die Produktion belastet, könnten aber zugleich den intern gefertigten Anteil und damit den Umsatzanteil je Anlage erhöhen. Als weitere Voraussetzung für bessere Bruttomargen nennt der Analyst die Umsetzung eines mehrteiligen Verbesserungsplans.
Analysten-Einordnung: Die bestätigte WFE-Marktgröße und die geplanten Fabrikstarts sprechen für eine robuste Nachfragebasis, belegen aber noch keine konkreten Auftragseingänge oder Ergebnissteigerungen bei Lam. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Wachstumsthese für Zulieferer wie Ichor stark davon abhängt, ob die angekündigten Kapazitäten tatsächlich gebaut werden und Lieferengpässe nachlassen. Zugleich bleiben Konjunktursorgen ein Gegengewicht: Ein jüngster US-Zinsschritt hat laut Ellis die Rezessionsängste im Sektor verstärkt.
Ichor-Aktien hatten seit Quartalsbeginn rund 52 Prozent verloren und wurden laut der Analyse mit etwa dem 17-Fachen der erwarteten Gewinne der kommenden zwei Jahre bewertet. Ellis hält diese Bewertung angesichts der erwarteten Wachstums- und Margenentwicklung für attraktiv. Sein Kursziel von 105 US-Dollar bezieht sich ausschließlich auf Ichor, nicht auf Lam Research, und basiert auf einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22 für Ichors geschätzten Gewinn je Aktie 2028.
Fazit & Ausblick
Der nächste wichtige Prüfstein für die Branchenthese ist, ob die angekündigten Fabrikprojekte und die erwartete Nachfrage nach Fertigungssystemen in tatsächliche Bestellungen münden. SEMICON West vom 12. bis 14. Oktober könnte weitere Hinweise liefern. Bis dahin sollten Anleger die Marktaussichten für Lam Research von der separaten Bewertungs- und Wachstumsthese für Ichor unterscheiden.
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