Krispy Kreme Aktie: Umsatzprognose steigt nach starkem dritten Quartal
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Krispy Kreme erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 328,8 Mio. US-Dollar und übertraf damit die Markterwartung von 311,4 Mio. Dollar.
- Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,06 Dollar statt der erwarteten 0,01 Dollar.
- Die Umsatzprognose für 2026 steigt auf 1,35 bis 1,40 Mrd. Dollar; zuvor hatte der Konzern 1,25 bis 1,35 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt.
- Für das Gesamtjahr plant Krispy Kreme mindestens 100 Neueröffnungen, überwiegend im Franchise-Modell, und einen Free Cashflow von mehr als 15 Mio. Dollar.
Marktanalyse & Details
Umsatz wächst nicht mit dem Konzernabsatz
Der Quartalsumsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,4 Prozent auf 328,8 Mio. Dollar. Krispy Kreme führt den Rückgang auf zuvor angekündigte Refranchising-Transaktionen zurück: Durch die Übertragung von Standorten an Franchise-Partner verbucht der Konzern weniger Erlöse selbst. Die systemweiten Verkäufe, die auch Franchise-Umsätze einschließen, legten dagegen währungsbereinigt um 1,0 Prozent auf 490,2 Mio. Dollar zu.
Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 6 US-Cent und lag damit über dem Konsens von 1 US-Cent. Unter dem Strich verzeichnete das Unternehmen dennoch einen GAAP-Nettoverlust von 13,3 Mio. Dollar. Dieser fiel 6,8 Mio. Dollar geringer aus als im Vorjahresquartal.
Erhöhte Ziele für 2026
Die neue Umsatzspanne von 1,35 bis 1,40 Mrd. Dollar liegt über der bisherigen Prognose und reicht vom Niveau der Markterwartung von 1,34 Mrd. Dollar bis deutlich darüber. Für den systemweiten Umsatz stellt Krispy Kreme ein währungsbereinigtes Wachstum von 2 bis 4 Prozent gegenüber 2025 in Aussicht, als dieser 1,96 Mrd. Dollar betrug.
- Bereinigtes EBITDA: 140 bis 150 Mio. Dollar
- Free Cashflow: mehr als 15 Mio. Dollar
- Netto-Verschuldungsgrad: unter dem 5,5-Fachen
- Mindestens 100 neue Shops, nahezu alle voraussichtlich als Franchise-Betriebe
Das bereinigte EBITDA betrug im dritten Quartal 35,3 Mio. Dollar. Ohne eine Versicherungsleistung von 9,3 Mio. Dollar aus dem Vorjahreszeitraum stieg es um 12,7 Prozent; einschließlich dieser Zahlung lag es 13,1 Prozent niedriger. In den ersten drei Quartalen nahm Krispy Kreme 18,7 Mio. Dollar aus dem operativen Geschäft ein. Der Free Cashflow blieb mit minus 10 Mio. Dollar negativ, verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum aber um 82 Mio. Dollar.
Analysten-Einordnung: Die Zahlen zeigen eine unterschiedliche Entwicklung von ausgewiesenem Umsatz und tatsächlicher Nachfrage im System: Das Refranchising belastet die Konzernumsätze, während die systemweiten Verkäufe leicht zulegen. Die höhere Prognose und der verbesserte operative Cashflow sprechen für Fortschritte beim Umbau. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch nicht, dass die finanzielle Belastung bereits überwunden ist: Der Free Cashflow war im bisherigen Jahresverlauf noch negativ, und das angepeilte Verschuldungsniveau bleibt ein wichtiger Prüfstein.
Fazit & Ausblick
Krispy Kreme setzt für 2026 auf moderates Wachstum im Gesamtsystem, weitere Neueröffnungen über Franchise-Partner und eine Verbesserung der Liquidität. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen die angehobenen Umsatz- und EBITDA-Ziele erreicht und zugleich den Free Cashflow ins Positive dreht. Die Quartalsdaten liefern dafür erste Fortschrittssignale, aber noch keinen abgeschlossenen Turnaround.
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