Knorr-Bremse Aktie: Drei Analysten senken Kursziele nach schwachen Q3-Zahlen

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Kepler Cheuvreux senkt das Kursziel auf 103 Euro, hält aber an „Buy“ fest.
  2. Oddo BHF reduziert das Ziel auf 118 Euro und bestätigt „Outperform“.
  3. Barclays nimmt das Kursziel auf 94 Euro zurück und bleibt bei „Underweight“.
  4. Die Knorr-Bremse-Aktie notiert am 30. Oktober bei 89 Euro, nachdem sie nach den Quartalszahlen unter Druck geraten war.

Marktanalyse & Details

Drei Kursziele sinken – Ratings bleiben unterschiedlich

Am Freitag haben drei Analysehäuser ihre Kursziele für Knorr-Bremse gesenkt. Kepler Cheuvreux reduzierte die Marke von 115 auf 103 Euro, Oddo BHF von 124 auf 118 Euro und Barclays von 95 auf 94 Euro. An den Einschätzungen änderte sich nichts: Kepler bleibt bei „Buy“, Oddo BHF bei „Outperform“ und Barclays bei „Underweight“.

Der Kurs lag am Freitagmorgen bei 89 Euro. Damit notierte die Aktie weiterhin in der Nähe des am Vortag erreichten Tiefs von etwas mehr als 89 Euro und unter der zuvor mehrfach verteidigten Marke von rund 95 Euro. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus 6,51 Prozent.

Quartalszahlen und Ausblick im Spannungsfeld

Auslöser für die jüngste Schwäche waren die am Mittwoch veröffentlichten Eckdaten zum dritten Quartal. Knorr-Bremse erzielte rund 2,05 Milliarden Euro Umsatz und eine operative EBIT-Marge von 14,6 Prozent. Auch der Auftragseingang belief sich auf 2,05 Milliarden Euro. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,09 Euro und damit unter dem genannten Konsens von 1,17 Euro.

Für 2026 stellte der Konzern Umsatz und freien Mittelzufluss jeweils am oberen Ende der bisherigen Prognosespannen in Aussicht: 8,1 bis 8,3 Milliarden Euro Umsatz sowie 750 bis 850 Millionen Euro freien Mittelzufluss. Die Zielspanne für die operative EBIT-Marge blieb bei 14 bis 14,5 Prozent.

Analysten-Einordnung: Die Zielsenkungen zeigen, dass die vorsichtigere Einschätzung der kurzfristigen Ertrags- und Geschäftsentwicklung auch nach der verbesserten Prognose fortbesteht. Der Ausblick auf höhere Umsätze und Mittelzuflüsse reicht offenbar nicht aus, um die Enttäuschung über einzelne Quartalskennzahlen und die schwache Kursentwicklung auszugleichen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird sein, ob sich der Auftragseingang im Bahngeschäft im Schlussquartal tatsächlich erholt und der Konzern seine Jahresziele erreicht. Die unveränderten Ratings bei Kepler Cheuvreux und Oddo BHF unterstreichen zugleich, dass die Häuser trotz niedrigerer Kursziele weiterhin Potenzial sehen.

Fazit & Ausblick

Die gesenkten Kursziele verstärken den Druck auf die Knorr-Bremse-Aktie, auch wenn zwei Analysehäuser an positiven Empfehlungen festhalten. Im Fokus stehen nun die Entwicklung der Bahnbestellungen im vierten Quartal und die Erfüllung der angehobenen Umsatz- und Cashflow-Erwartungen. Ein konkreter Termin für die nächsten Zahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

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