KERING Aktie: Berenberg senkt Kursziel auf 165 Euro und stuft auf Sell

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Berenberg senkt das Kering-Kursziel von 175 auf 165 Euro und bestätigt die Verkaufsempfehlung.
  2. Im dritten Quartal stagnierte der Umsatz berichtet bei 3,345 Milliarden Euro; vergleichbar sank er um 1 Prozent.
  3. Gucci verzeichnete einen vergleichbaren Umsatzrückgang von 6 Prozent, während Schmuck und Brillen zulegten.
  4. Kering hält trotz des schwierigen Umfelds am Ziel fest, die wiederkehrende operative Marge 2026 zu verbessern.

Marktanalyse & Details

Berenberg sieht weiteres Abwärtspotenzial

Die Kering-Aktie bleibt unter Druck: Berenberg hat das Kursziel von 175 auf 165 Euro gesenkt und die Einstufung „Sell“ bekräftigt. Zum Kurs von 180,06 Euro im frühen Handel am 26. Oktober entspricht das neue Ziel rechnerisch einem Abschlag von rund 8 Prozent. Die Aktie lag zu diesem Zeitpunkt zwar 0,23 Prozent im Plus, hatte seit Jahresbeginn aber 40,24 Prozent verloren.

Die jüngste Neubewertung folgt auf eine schwache Reaktion auf Kering-Zahlen. Am 23. Oktober war die Aktie zeitweise um rund 11 Prozent eingebrochen und hatte den niedrigsten Stand seit Juli 2025 erreicht. Auch andere Luxuswerte gerieten unter Druck. Mehrere Häuser hatten ihre Kursziele bereits zuvor zurückgenommen, darunter JPMorgan auf 200 Euro und Bernstein auf 210 Euro.

Gucci bleibt der zentrale Belastungsfaktor

Kering erzielte im dritten Quartal 3,345 Milliarden Euro Umsatz. Das entspricht einem leichten Anstieg gegenüber den berichteten 3,331 Milliarden Euro im Vorjahresquartal; auf vergleichbarer Basis ergab sich jedoch ein Minus von 1 Prozent. In den ersten neun Monaten summierte sich der Umsatz auf 10,565 Milliarden Euro, 2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Vergleichbar blieb er stabil.

  • Gucci: 1,291 Milliarden Euro Umsatz, vergleichbar 6 Prozent weniger.
  • Kering Jewelry: 239 Millionen Euro, vergleichbar 11 Prozent mehr.
  • Kering Eyewear: 373 Millionen Euro, vergleichbar 4 Prozent mehr.

Analysten-Einordnung: Die Zahlen zeigen eine ungleiche Entwicklung innerhalb des Konzerns: Zuwächse bei Schmuck und Brillen gleichen die Schwäche der größten Marke nicht aus. Dies deutet darauf hin, dass eine nachhaltige Erholung für Kering maßgeblich von einer Stabilisierung bei Gucci abhängt. Für Anleger bedeutet die bestätigte Margenambition zwar, dass das Management weiter auf operative Verbesserungen setzt; der rückläufige vergleichbare Gucci-Umsatz macht deren Umsetzung aber unsicher.

Fazit & Ausblick

Kering bestätigt für das Gesamtjahr 2026 das Ziel, die wiederkehrende operative Marge trotz des schwierigen Umfelds zu verbessern. Entscheidend wird sein, ob Einsparungen die Profitabilität stützen und sich die Nachfrage bei Gucci stabilisiert. Die Jahreszahlen dürften dafür den nächsten wichtigen Prüfstein liefern; ein konkreter Veröffentlichungstermin liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.

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