Intel Aktie: TSMC-Gespräche zu Terafab relativieren Musk-Risiko
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Elon Musk bestätigte Gespräche zwischen TSMC und Terafab über eine mögliche Zusammenarbeit in Texas.
- TSMC könnte Intel ergänzen statt ersetzen; eine endgültige Vereinbarung gibt es bislang nicht.
- Intel-Aktien verloren am Montag 2,6 Prozent, nachdem sie im Monat zuvor deutlich zugelegt hatten.
- Partnerschaften mit Alphabet und Nvidia sowie weitere Kunden bleiben wichtige Treiber für Intel.
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Terafab: TSMC-Gespräche schaffen Unsicherheit
Intel gehört zum Terafab-Projekt von Elon Musk, an dem auch SpaceX und Tesla beteiligt sind. Intel soll dafür seine 14A-Prozesstechnologie einbringen. Musk bestätigte am Wochenende Gespräche mit dem taiwanischen Auftragsfertiger TSMC, betonte aber, dass es bislang nur Diskussionen seien. In einer weiteren Äußerung deutete er an, TSMC könne Intels Rolle ergänzen, statt sie vollständig zu übernehmen.
Die mögliche Zusammenarbeit wirft dennoch Fragen auf: TSMC könnte eigene Fertigungstechnologie und Betriebserfahrung in das Vorhaben einbringen. Wie sich die Aufgaben zwischen den Unternehmen verteilen und ob Intel mit seinem 14A-Verfahren zum Zug kommt, ist offen. Terafab strebt eine Rechenkapazität von einem Terawatt pro Jahr an; die erste Chipproduktion ist jedoch erst für Ende 2027 vorgesehen.
Intel hat weitere Wachstumstreiber
Die Kursreaktion fiel vor dem Hintergrund kräftiger vorheriger Gewinne aus: Intel-Aktien gaben am Montag 2,6 Prozent nach, nachdem sie im Monat davor rund 25 Prozent zugelegt hatten. Das Terafab-Projekt war ein wichtiger Teil der positiven Anlegererzählung, aber nicht die einzige Grundlage für die Neubewertung des Unternehmens.
- Intel liefert Prozessoren und kundenspezifische Chips für die KI-Cloud-Infrastruktur von Alphabet.
- Nvidia investierte im Vorjahr fünf Milliarden US-Dollar in Intel und vereinbarte mit dem Unternehmen die gemeinsame Entwicklung maßgeschneiderter Prozessoren.
- Intel hält laut einer Analystenschätzung rund 58 Prozent des x86-CPU-Markts; solche Prozessoren könnten auch für autonome KI-Agenten wichtig sein.
- Der Konzern baut eine große Fabrik in Ohio, errichtet einen weiteren Standort in Arizona und nahm 2025 eine andere Anlage in Arizona in Betrieb.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Terafab für Intel eher ein zusätzlicher möglicher Wachstumsschub als die tragende Säule der Investmentthese ist. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Bewertung nicht allein an Musks Projekt hängen sollte: Entscheidend bleiben auch Intels Fähigkeit, die neuen Fabriken effizient hochzufahren und Fertigungskunden von TSMC zu gewinnen. Umsatzaufteilung und wirtschaftliche Bedingungen von Terafab sind bislang nicht bekannt.
Erwartungen an den Gewinn bleiben ambitioniert
Analysten erwarten, dass Intels bereinigter Gewinn je Aktie 2026 gegenüber dem Vorjahr auf mehr als das Vierfache steigt und 2027 um weitere 38 Prozent wächst. Das sind Prognosen, keine gesicherten Ergebnisse. Ihre Erfüllung hängt unter anderem davon ab, ob die Nachfrage nach Prozessoren anhält und Intel seine Fertigungspläne erfolgreich umsetzt.
Fazit & Ausblick
Die TSMC-Gespräche erhöhen die Unsicherheit über Intels konkrete Rolle bei Terafab, belegen aber noch keinen Ausschluss des Unternehmens. Kurzfristig dürften weitere Einzelheiten zur Zusammenarbeit die Stimmung bewegen. Für die längerfristige Entwicklung sind vor allem der Produktionshochlauf der US-Fabriken, neue Fertigungsaufträge und die Umsetzung der Gewinnprognosen entscheidend.
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