Intel Aktie: Analysten erwarten vor Quartalszahlen Umsatzplus und höhere Prognose
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Intel legt am Donnerstag, 29. Oktober, die Ergebnisse für das dritte Quartal vor.
- Analysten rechnen im Schnitt mit 16,5 Milliarden US-Dollar Umsatz und 0,41 US-Dollar bereinigtem Gewinn je Aktie.
- BofA Securities erwartet bessere Zahlen als prognostiziert und eine Anhebung des Ausblicks.
- KI-Servernachfrage und Fortschritte im Foundry-Geschäft stehen neben den Quartalszahlen im Fokus.
Marktanalyse & Details
Hohe Erwartungen an Umsatz und Gewinn
Intel steht vor der Veröffentlichung seiner Zahlen für das dritte Quartal. Die Markterwartung liegt bei rund 16,5 Milliarden US-Dollar Umsatz – ein Plus von etwa 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beim bereinigten Gewinn je Aktie werden 0,41 US-Dollar erwartet, nach 0,23 US-Dollar ein Jahr zuvor.
BofA Securities hält eine positive Überraschung und eine höhere Unternehmensprognose für möglich. Die Einschätzung stützt sich unter anderem auf steigende durchschnittliche Verkaufspreise für CPUs und anhaltende Nachfrage nach Prozessoren für KI-Server. Auch eine Verbesserung der Lieferkette könnte Intel helfen, die Nachfrage zu bedienen. Die Bank bewertet die Aktie mit Buy und nennt ein Kursziel von 145 US-Dollar.
KI-Geschäft und Fertigung als Prüfsteine
Für Anleger zählt nicht nur, ob Intel die Umsatz- und Gewinnerwartungen erreicht. Entscheidend wird auch, ob das Unternehmen seine Erwartungen für die kommenden Quartale anhebt und Hinweise auf anhaltende Nachfrage im Rechenzentrums- und KI-Geschäft gibt. Die Prognose könnte damit stärker auf die kurzfristige Kursreaktion wirken als ein knappes Übertreffen der Quartalsschätzungen.
Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt dem Foundry-Geschäft: Intel will externe Kunden für seine Chipfertigung gewinnen und damit mit etablierten Auftragsfertigern konkurrieren. Fortschritte bei der EMIB-T-Chipverpackung und dem 14A-Fertigungsprozess könnten Aufschluss darüber geben, ob das Unternehmen seine Wettbewerbsposition verbessert. Die Zusammenarbeit mit Oracle bei Xeon-Prozessoren für Cloud- und KI-Anwendungen unterstreicht zugleich die Bedeutung des Servergeschäfts.
Analysten bleiben nicht geschlossen optimistisch
Die Erwartungen sind positiv, aber nicht einheitlich. UBS bekräftigte ein neutrales Rating und senkte das Kursziel von 112 auf 103 US-Dollar. New Street Research stufte Intel dagegen kürzlich auf Buy hoch und setzte ein Kursziel von 125 US-Dollar. Diese Spanne zeigt, dass Anleger neben dem Wachstum auch die Umsetzung der Fertigungs- und Ausbaupläne bewerten.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass ein guter Quartalsbericht allein möglicherweise nicht ausreicht, um die optimistische Erwartungslage zu bestätigen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass besonders die Prognose für das weitere Jahr, die Lieferfähigkeit bei Server-CPUs und konkrete Signale zur Foundry-Auslastung zählen. Der starke bisherige Jahresanstieg erhöht zugleich die Bedeutung eines überzeugenden Ausblicks.
Zum Datenstand am 29. Oktober um 07:35 Uhr notierte die Intel-Aktie im elektronischen Handel bei 82,93 Euro und lag 1,34 Prozent unter dem Vortag. Seit Jahresbeginn betrug das Plus 164,23 Prozent – ein deutlicher Anstieg, der die hohen Erwartungen vor dem Bericht einordnet.
Fazit & Ausblick
Intel veröffentlicht die Quartalszahlen am Donnerstag, 29. Oktober. Im Mittelpunkt stehen Umsatz und bereinigter Gewinn je Aktie, vor allem aber eine mögliche Anpassung der Unternehmensprognose. Aussagen zur Nachfrage nach KI-Serverprozessoren und zum Fortschritt bei Fertigung und Chipverpackung dürften zeigen, ob der erwartete Aufschwung operativ breiter abgestützt ist.
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