IBM Aktie: Q3-Gewinn soll steigen – Mainframe-Aufträge bleiben im Fokus

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Das Wichtigste in Kürze

  1. IBM legt am Mittwoch nach Börsenschluss seine Zahlen für das dritte Quartal vor.
  2. Analysten erwarten 2,34 Milliarden US-Dollar Nettogewinn und 2,85 US-Dollar bereinigten Gewinn je Aktie.
  3. Der Umsatz soll auf 16,82 Milliarden US-Dollar steigen; im Vorjahresquartal waren es 16,33 Milliarden.
  4. Anleger dürften vor allem auf den Abschluss verschobener Mainframe-Aufträge und den Ausblick für das vierte Quartal achten.

Marktanalyse & Details

Erwartungen an Gewinn und Umsatz

IBM steht vor der Veröffentlichung seiner Zahlen für das dritte Quartal. Die Markterwartungen sehen einen Nettogewinn von 2,34 Milliarden US-Dollar vor, gegenüber 1,74 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnen Analysten mit 2,85 US-Dollar nach 2,65 US-Dollar. Der Umsatz soll von 16,33 Milliarden auf 16,82 Milliarden US-Dollar zulegen.

Die Erwartungen sind damit auf Wachstum ausgerichtet. Entscheidend wird jedoch sein, ob IBM nicht nur die Schätzungen erreicht, sondern auch Vertrauen in die weitere Entwicklung zurückgewinnt. Die Aktie notierte am 20. Oktober um 21:35 Uhr auf Xetra? Nein: an der Lang & Schwarz Exchange bei 215,15 Euro, ein Tagesplus von 2,26 Prozent. Seit Jahresbeginn lag sie zu diesem Zeitpunkt 17,19 Prozent im Minus.

Verschobene Mainframe-Aufträge im Mittelpunkt

Nach einem schwachen zweiten Quartal steht besonders das Infrastrukturgeschäft unter Beobachtung. Dessen Umsatz war um 7 Prozent gesunken, nachdem zahlreiche Mainframe-Aufträge nicht wie geplant abgeschlossen worden waren. IBM erklärte im Juli, etwa ein Drittel der verschobenen Aufträge sei bis zur Bekanntgabe der Quartalszahlen abgeschlossen gewesen. Für den neuen Bericht zählt daher, ob weitere Verträge umgesetzt wurden und sich der Rückstand tatsächlich in Umsatz verwandelt.

Ein Nachholeffekt könnte die Infrastrukturzahlen im dritten Quartal stützen. Zugleich gelten die Vergleichshürden in Software und Beratung als vergleichsweise niedrig. Das macht einen besseren Quartalsabschluss möglich, löst aber nicht automatisch die Fragen zur Nachfrage und zur Entwicklung nach dem Jahresende.

Analysten-Einordnung und Risiken für das vierte Quartal

Analysten-Einordnung: Die Erwartungen für das dritte Quartal bieten IBM Spielraum für eine kurzfristige Erholung, weil zuvor verschobene Aufträge nun verbucht werden könnten. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass ein Umsatz- oder Gewinnanstieg allein noch kein belastbares Signal für eine nachhaltige Trendwende wäre. Besonders wichtig sind konkrete Angaben zum verbleibenden Auftragsbestand und zur Umsetzungsdynamik.

Für das vierte Quartal wird die Ausgangslage anspruchsvoller eingeschätzt: Die Umsatzhürde liegt höher, das konjunkturelle Umfeld bleibt herausfordernd, der Mainframe-Zyklus könnte Gegenwind liefern und im KI-Softwaregeschäft herrscht intensiver Wettbewerb. Damit dürfte der Ausblick für die folgenden Monate für die Bewertung der Zahlen mindestens ebenso wichtig sein wie der Rückblick auf das dritte Quartal.

Fazit & Ausblick

IBM veröffentlicht die Quartalszahlen am Mittwoch nach Börsenschluss. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung der Mainframe-Aufträge, die Beiträge von Software und Beratung sowie der Ausblick auf das vierte Quartal. Ein Ergebnis im Rahmen der Erwartungen könnte kurzfristig Entlastung bringen; für eine nachhaltige Erholung braucht es zusätzlich Hinweise auf verlässliches Wachstum und eine bessere Auftragsumsetzung.

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