IBM Aktie: Starke Quartalszahlen und höhere Cashflow-Prognose stoppen den Kursrückgang nicht
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- IBM steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 4,7 Prozent auf 17,1 Milliarden US-Dollar.
- Das bereinigte Ergebnis je Aktie von 2,95 US-Dollar übertraf die Markterwartung von 2,86 US-Dollar.
- Der Konzern hob die Prognose für den freien Cashflow auf mehr als eine Milliarde US-Dollar an.
- Die IBM-Aktie verlor am 22. Oktober im Handel in Euro 9,31 Prozent auf 208,50 Euro.
Marktanalyse & Details
Softwaregeschäft trägt das Quartal
Im dritten Quartal setzte IBM 17,1 Milliarden US-Dollar um und lag damit auch über der erwarteten Marke von 16,82 Milliarden US-Dollar. Besonders stark entwickelte sich die Softwaresparte: Ihr Umsatz wuchs im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar. Im Infrastrukturgeschäft stiegen die Erlöse um 4 Prozent auf 3,71 Milliarden US-Dollar.
Nach Unternehmensangaben wurden rund zwei Drittel der größeren Aufträge abgeschlossen, deren Umsetzung sich im Vorquartal verzögert hatte. Für das Gesamtjahr erwartet IBM nun ein Softwarewachstum von etwa 7 bis 8 Prozent; rund 7 Prozent gelten als neue Basisannahme. Die Jahresprognose für das Umsatzwachstum insgesamt bleibt bei 4 bis 5 Prozent. Das Ziel für den freien Cashflow wurde auf mehr als eine Milliarde US-Dollar angehoben. Zudem hält IBM an einer Ausweitung der operativen Vorsteuermarge um 100 Basispunkte fest.
Kursreaktion und Analysten-Einordnung
Trotz der besser als erwarteten Quartalswerte geriet die Aktie unter Druck. Zum genannten Kurszeitpunkt notierte sie bei 208,50 Euro, ein Minus von 9,31 Prozent am Tag und 19,75 Prozent seit Jahresbeginn. Die Kursreaktion zeigt, dass Anleger nicht allein auf das jüngste Quartal schauen: Der vorherige Umsatz- und Ergebnisrückstand im zweiten Quartal, der mit einer schwächeren Entwicklung des z17-Mainframe-Programms verbunden war, belastet weiterhin das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Prognosen.
Mehrere Häuser erhöhten am 22. Oktober ihre Kursziele: Evercore ISI auf 275 US-Dollar, Barclays auf 277 US-Dollar und JPMorgan auf 269 US-Dollar. Die Einstufungen lauteten Outperform beziehungsweise Overweight.
Analysten-Einordnung: Das starke Softwarewachstum, die nachgeholten Aufträge und die höhere Cashflow-Erwartung sprechen für eine operative Erholung. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch noch keinen Beleg für dauerhaft beschleunigtes Wachstum: Entscheidend wird sein, ob IBM die verbesserten Aussichten in den kommenden Quartalen bestätigt und die frühere Schwäche im Infrastrukturgeschäft weiter auffängt. Die angehobenen Kursziele stehen damit einer weiterhin skeptischen kurzfristigen Marktreaktion gegenüber.
Fazit & Ausblick
IBM hat die Erwartungen im dritten Quartal übertroffen und die Cashflow-Prognose verbessert, den Rückgang der Aktie aber nicht aufgehalten. Im Fokus stehen nun die Umsetzung des Softwarewachstumsziels von 7 bis 8 Prozent, die Stabilität der Infrastrukturumsätze und der Nachweis, dass die Erholung über ein einzelnes Quartal hinaus trägt. Ein Termin für die nächsten Quartalszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.