HONEYWELL AEROSPACE Aktie: EPS-Ausblick steigt nach starkem Quartal auf bis zu 8,00 Dollar
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Honeywell Aerospace übertraf im dritten Quartal die Erwartungen: Das bereinigte EPS lag bei 2,21 US-Dollar, der Umsatz bei 4,64 Milliarden Dollar.
- Für 2026 hob das Unternehmen die EPS-Prognose auf 7,85 bis 8,00 Dollar je Aktie an.
- In Tempe, Arizona, plant Honeywell Aerospace für 500 Millionen Dollar eine neue Fertigungsstätte, die Ende 2028 öffnen soll.
- Das Unternehmen kündigte seine erste Quartalsdividende als eigenständige Gesellschaft an: 0,40 Dollar je Aktie.
Marktanalyse & Details
Quartalsergebnis und angehobene Prognose
Im dritten Quartal erzielte Honeywell Aerospace einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,21 US-Dollar. Damit lag das Unternehmen über der Markterwartung von 1,86 Dollar. Der Umsatz erreichte 4,64 Milliarden Dollar und übertraf die Prognose von 4,58 Milliarden Dollar. Das Unternehmen bezeichnete das Quartal als sein erstes als eigenständige Gesellschaft und meldete höhere Umsätze sowie ein höheres bereinigtes EBIT als im Vorquartal und im Vorjahreszeitraum.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Honeywell Aerospace nun ein bereinigtes Pro-forma-EPS von 7,85 bis 8,00 Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 7,60 bis 7,90 Dollar gelegen. Das Unternehmen rechnet außerdem mit organischem Wachstum von 4 bis 5 Prozent und einem bereinigten Pro-forma-EBIT von 4,375 bis 4,425 Milliarden Dollar. Für die zweite Jahreshälfte stellt es einen freien Cashflow von 1,2 bis 1,4 Milliarden Dollar in Aussicht.
Analysten-Einordnung: Der Gewinnsprung gegenüber der Konsensschätzung und die angehobene EPS-Spanne sprechen für eine robuste operative Entwicklung. Honeywell Aerospace meldete zudem ein Auftragswachstum von 9 Prozent über die vergangenen zwölf Monate. Das stützt die Wachstumsperspektive, ist aber noch keine Garantie dafür, dass die Nachfrage vollständig in Umsatz und Cashflow übergeht. Das Unternehmen verweist selbst auf Engpässe bei Zulieferern und laufende Qualifizierungen zusätzlicher Materialquellen.
500-Millionen-Dollar-Ausbau in Arizona
Die geplante 300.000 Quadratfuß große Anlage in Tempe soll interne Kapazitäten für komplexe Zerspanung schaffen – einen Bereich, in dem das Angebot derzeit knapp ist. Honeywell will dort stärker integrierte Fertigungsprozesse mit digitalen Produktionssystemen, modularer Robotik, automatisierter Prüfung und digitalen Zwillingen einsetzen. Die Produktion soll unter anderem Assure-Aktuatoren und Attune-Kühlsysteme für die Luftfahrt unterstützen.
Die Fertigungsstätte soll Ende 2028 den Betrieb aufnehmen. Sie ist darauf ausgelegt, bestehende Kundenprogramme, neue Aufträge im Umfang von 15 Milliarden Dollar für Control Systems sowie wichtige Verteidigungsprogramme zu bedienen. Im laufenden Betrieb sind rund 600 Arbeitsplätze vorgesehen; während des Baus sollen mehr als 1.000 lokale Stellen unterstützt werden.
Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass Honeywell Aerospace auf anhaltende Nachfrage mit mehr eigener Fertigungskapazität reagiert. Die vertikale Integration kann die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette stärken, bindet zunächst aber erhebliche Investitionen und muss sich über höhere Produktion und verlässliche Auslieferungen auszahlen.
Erste Dividende als eigenständiges Unternehmen
Der Verwaltungsrat beschloss eine Quartalsdividende von 0,40 Dollar je Stammaktie. Die Auszahlung ist für den 4. Dezember vorgesehen; maßgeblich für den Anspruch ist der Aktienbesitz zum Börsenschluss am 13. November.
Fazit & Ausblick
Der nächste Prüfstein ist, ob Honeywell Aerospace die verbesserte Prognose angesichts möglicher Zulieferengpässe erfüllen und das angekündigte Wachstum in höhere Auslieferungen umsetzen kann. Zugleich wird der Fortschritt beim Bau der Anlage in Tempe wichtig: Zusätzliche Kapazität soll erst Ende 2028 verfügbar sein. Kurzfristig stehen daher die Umsetzung der 2026-Ziele und die für Dezember angekündigte Dividendenzahlung im Vordergrund.
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