H&M steigert Umsatz im Quartal nur leicht – Lagerbestände und Margen belasten

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Das Wichtigste in Kürze

  1. H&M steigerte den Umsatz im dritten Geschäftsquartal auf rund 57,2 Milliarden schwedische Kronen.
  2. Währungsbereinigt lag das Umsatzplus bei einem Prozent; für September erwartet der Konzern ebenfalls ein Prozent Wachstum.
  3. Das operative Ergebnis übertraf mit gut sechs Milliarden Kronen die Analystenerwartungen, die Bruttomarge blieb jedoch hinter den Prognosen zurück.
  4. Die Aktie verlor im frühen Handel fast vier Prozent und näherte sich dem Jahrestief.

Marktanalyse & Details

Umsatz wächst, operatives Ergebnis überrascht positiv

Der schwedische Modehändler H&M hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres, das Ende August endete, rund 57,2 Milliarden schwedische Kronen umgesetzt. Zu konstanten Wechselkursen entsprach das einem Anstieg von einem Prozent. Konzernchef Daniel Erver zufolge verbesserte sich die Umsatzentwicklung vor allem zum Quartalsende. Die Sommerkollektion sei bei den Kunden gut angekommen.

Beim operativen Ergebnis schnitt H&M besser ab als erwartet: Es stieg um mehr als ein Fünftel auf gut sechs Milliarden Kronen. Analysten hatten im Schnitt mit knapp 5,3 Milliarden gerechnet. Ein Teil der Verbesserung ging allerdings auf Rückzahlungen zuvor zu viel gezahlter US-Zölle zurück. Weitere Erstattungen erwartet das Unternehmen nach Aussage des Managements nicht.

Margendruck und volle Lager bleiben Risiken

Die Reaktion an der Börse fiel trotz des Ergebnisplus negativ aus. In den ersten Handelsminuten gab die Aktie fast vier Prozent auf 160 Kronen nach und rückte damit wieder in die Nähe ihres Jahrestiefs von etwas mehr als 156 Kronen. Als Belastungsfaktoren galten die hohen Lagerbestände und eine Bruttomarge, die laut Analysteneinschätzungen hinter den Erwartungen zurückblieb.

Zusätzlichen Druck könnten steigende Einkaufskosten infolge des Iran-Kriegs und stärkere Preisnachlässe bringen. H&M verwies dabei auch auf Werbeaktionen im Vorfeld des Black Friday, die den Rabattwettbewerb im Handel verschärfen könnten.

Analysten-Einordnung: Das Quartal zeigt eine uneinheitliche Entwicklung: H&M verbessert das operative Ergebnis, doch das Umsatzwachstum bleibt schmal und die Margen- sowie Lagerprobleme sind nicht ausgeräumt. Da die Zollrückzahlungen nicht wiederkehren dürften, lässt sich der Ergebnissprung nicht ohne Weiteres fortschreiben. Für Anleger bedeutet das: Entscheidend wird, ob H&M die Bestände abbauen und die Profitabilität auch ohne solche Sondereffekte stabilisieren kann.

Fazit & Ausblick

Für September stellt H&M weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzplus von einem Prozent in Aussicht. Der Ausblick bleibt damit vorsichtig. Im Fokus stehen nun die Entwicklung der Bruttomarge, mögliche Preisnachlässe und die Kosten für den Wareneinkauf. H&M ist ein Wettbewerber von Inditex; die bereitgestellten Kursdaten beziehen sich auf Inditex und sind für die Einordnung der H&M-Aktienreaktion nicht heranzuziehen.

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