Halliburton Aktie: Gewinn steigt kräftig, 2027 soll der Umsatz wachsen
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Halliburtons Nettogewinn stieg im dritten Quartal auf 417 Millionen US-Dollar nach 18 Millionen US-Dollar vor einem Jahr.
- Der Umsatz wuchs um 1,8 Prozent auf 5,7 Milliarden US-Dollar und lag über den Erwartungen.
- Für 2027 stellt das Management ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine operative Marge von etwa 15 Prozent in Aussicht.
- Im vierten Quartal erwartet Halliburton einen weitgehend stabilen Umsatz, aber niedrigere Erlöse im Bereich Bohren und Exploration.
Marktanalyse & Details
Quartalsergebnis: Bohren und Exploration legt zu
Der Ölfeldausrüster erzielte im dritten Quartal einen Nettogewinn von 417 Millionen US-Dollar beziehungsweise 50 Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum waren es 18 Millionen US-Dollar beziehungsweise 2 Cent je Aktie. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 60 Cent und damit über der Markterwartung von 58 Cent.
Der Umsatz erhöhte sich um 1,8 Prozent auf 5,7 Milliarden US-Dollar und übertraf ebenfalls die Erwartungen. Die Entwicklung fiel in den Geschäftsbereichen unterschiedlich aus:
- Bohren und Exploration (Drilling and Evaluation): Umsatz plus 10 Prozent auf 2,61 Milliarden US-Dollar.
- Completion and Production: Umsatz minus 4,2 Prozent auf 3,09 Milliarden US-Dollar.
Halliburton führte das Wachstum im Bereich Bohren und Exploration unter anderem auf eine bessere Aktivität im Nahen Osten und in Lateinamerika zurück. Das Plus glich den Rückgang im Produktions- und Fertigstellungsgeschäft teilweise aus.
Ausblick für 2027 und viertes Quartal
Für 2027 rechnet das Management mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und einer operativen Marge von etwa 15 Prozent. Die frühe Einschätzung setzt einen stabilen nordamerikanischen Markt voraus und beinhaltet keine Erholung beim Hydraulic-Fracturing-Geschäft.
Für das vierte Quartal erwartet Halliburton einen Umsatz ungefähr auf dem Niveau des dritten Quartals von rund 5,7 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie soll 62 bis 64 Cent erreichen; die Vergleichserwartung liegt bei 64 Cent. Im Bereich Bohren und Exploration könnten die Erlöse gegenüber dem Vorquartal um 3 bis 5 Prozent sinken. Zugleich stellt das Unternehmen einen sequenziell höheren freien Cashflow in Aussicht und plant für das Gesamtjahr 2026 Investitionen von rund 1,1 Milliarden US-Dollar.
Analysten-Einordnung: Das Quartal zeigt, dass die internationale Nachfrage die Schwäche im nordamerikanischen Fracking-Geschäft derzeit abfedern kann. Dies deutet darauf hin, dass Halliburtons Wachstumsperspektive nicht allein von einer Erholung in den USA abhängt. Die für 2027 angekündigte Margenexpansion bleibt jedoch an Bedingungen geknüpft; die vorsichtige Q4-Prognose und der erwartete Rückgang im Bereich Bohren und Exploration sprechen dafür, den Ausblick als Zielmarke und nicht als gesicherte Entwicklung zu bewerten. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird sein, ob die internationale Dynamik anhält und das Unternehmen den Margenpfad trotz regionaler Schwankungen einhalten kann.
Venezuela als mögliche zusätzliche Chance
Halliburton signalisierte, für Geschäfte in Venezuela offen zu sein. Frühere Angaben verwiesen auf vorläufige Vereinbarungen zur Erbringung von Dienstleistungen. Daraus ergibt sich eine mögliche zusätzliche Perspektive, konkrete Aufträge oder ein gesicherter Umsatzbeitrag sind damit jedoch nicht belegt.
Fazit & Ausblick
Halliburtons über den Erwartungen liegende Quartalszahlen und der optimistische mittelfristige Ausblick stehen einer verhaltenen Prognose für einzelne Bereiche im Schlussquartal gegenüber. Im Fokus stehen nun die Umsetzung der 2027-Ziele, die Entwicklung der internationalen Nachfrage und der nächste Quartalsbericht, der zeigen muss, ob sich Umsatz- und Margenwachstum in der operativen Entwicklung bestätigen.
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