GSK Aktie: Impfstoffschwäche überschattet Q3-Wachstum und belastet den Kurs
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- GSK steigerte den Q3-Umsatz währungsbereinigt um 5 Prozent auf knapp 8,9 Milliarden Pfund.
- Starke Spezialmedikamente glichen die schwächere Nachfrage nach Impfstoffen nur teilweise aus; Arexvy-Verkäufe sanken um 24 Prozent.
- Der bereinigte operative Gewinn legte um 3 Prozent auf knapp 3,1 Milliarden Pfund zu, während der ausgewiesene Vorsteuergewinn zurückging.
- GSK bestätigte die Jahresprognose 2026; die Aktie verlor im Tagesverlauf rund 5 Prozent.
Marktanalyse & Details
Spezialmedikamente stützen das Quartal
Der britische Pharmakonzern profitierte im dritten Quartal von Medikamenten gegen Krebs, HIV und Immunerkrankungen. Der Umsatz stieg nominal um 4 Prozent auf fast 8,9 Milliarden Pfund; währungsbereinigt betrug das Plus 5 Prozent. Der bereinigte operative Gewinn erhöhte sich nominal um 3 Prozent auf knapp 3,1 Milliarden Pfund und übertraf damit die Erwartungen. Ein günstigerer Produkt- und Regionalmix sowie höhere Meilensteinzahlungen halfen, Restrukturierungskosten belasteten dagegen das ausgewiesene Ergebnis.
Impfstoffe belasten die Anlegerstimmung
Die Schwäche im Impfstoffgeschäft setzte einen Gegenakzent zu den starken Spezialmedikamenten. Besonders die RSV-Impfung Arexvy entwickelte sich mit einem Absatzrückgang von 24 Prozent schwach; auch die Verkäufe von Grippeimpfstoffen lagen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der ausgewiesene Vorsteuergewinn sank auf 1,935 Milliarden Pfund nach 2,456 Milliarden Pfund im Vorjahresquartal. Am Nachmittag notierte die Aktie bei 21,64 Euro und lag damit 5,05 Prozent im Minus; seit Jahresbeginn stand sie noch 3,05 Prozent im Plus.
Analysten-Einordnung und Dividende
Analysten-Einordnung: Die Zahlen zeigen eine wachsende Abhängigkeit vom Spezialmedikamentengeschäft, während die Impfstoffsparte kurzfristig zum Unsicherheitsfaktor wird. Das Umsatz- und bereinigte Gewinnwachstum spricht für operative Widerstandskraft, doch der Rückgang bei Arexvy und weiteren Impfstoffen erklärt, warum der Markt die positiven Kernzahlen zunächst weniger stark gewichtet. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird, ob die Spezialmedikamente die anhaltende Schwäche bei Impfstoffen auch in den kommenden Quartalen auffangen können. LBBW senkte das Kursziel von 2.100 auf 2.000 Pence und bestätigte die Einstufung „Halten“. GSK kündigte zudem eine Dividende von 17 Pence je Aktie an.
Fazit & Ausblick
GSK hält an seiner Jahresprognose für 2026 fest und erklärte, auf Kurs zu sein, in diesem Jahr insgesamt 22 Studien in die späte Entwicklungsphase zu bringen. Damit bleibt die Pipeline ein wichtiger mittelfristiger Wachstumstreiber. Kurzfristig dürften Anleger vor allem auf die weitere Entwicklung der Impfstoffverkäufe und darauf achten, ob das Wachstum der Spezialmedikamente die Belastung aus diesem Bereich ausgleichen kann.
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