GSK Aktie: Goldman senkt Kursziel nach Impfstoffschwäche erneut
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Goldman Sachs senkte am 2. November das Kursziel für GSK von 1.860 auf 1.850 Pence und bestätigte die Einstufung „Neutral“.
- Mehrere Analysehäuser hatten ihre Kursziele nach GSKs Quartalszahlen Ende Oktober reduziert; Jefferies stufte die Aktie von „Buy“ auf „Hold“ ab.
- Im dritten Quartal stieg der währungsbereinigte Umsatz um 5 Prozent auf 8,9 Milliarden Pfund, während die Impfstoffnachfrage schwächelte.
- GSK hielt an den Jahreszielen fest und peilt für 2026 insgesamt 22 Studien in der späten Entwicklungsphase an.
Marktanalyse & Details
Weitere Kurszielkürzungen nach den Quartalszahlen
Goldman Sachs reduzierte sein Kursziel am 2. November leicht auf 1.850 Pence, hielt aber an „Neutral“ fest. Die Anpassung folgt auf mehrere Kürzungen Ende Oktober: DZ Bank setzte den fairen Wert auf 1.900 statt 2.000 Pence, Barclays auf 1.750 statt 1.800 Pence. Jefferies senkte das Ziel deutlich von 2.500 auf 2.100 Pence und nahm zugleich die Einstufung von „Buy“ auf „Hold“ zurück. Auch RBC und LBBW reduzierten ihre Ziele.
Die Urteile fallen dabei nicht einheitlich negativ aus: Neben „Hold“ und „Neutral“ steht Barclays’ Einstufung „Underweight“; RBC blieb bei „Sector Perform“. Die Häufung von Zielsenkungen zeigt jedoch, dass die Analysten die Perspektiven nach den Zahlen vorsichtiger bewerten.
Wachstum in Medikamenten, Schwäche bei Impfstoffen
GSK steigerte den Umsatz im dritten Quartal im Jahresvergleich um 4 Prozent auf knapp 8,9 Milliarden Pfund. Währungsbereinigt lag das Plus bei 5 Prozent. Besonders die Geschäfte mit Krebs-, HIV- und Immunerkrankungsmedikamenten trugen zum Wachstum bei. Der bereinigte operative Gewinn erhöhte sich nominal um 3 Prozent auf knapp 3,1 Milliarden Pfund und übertraf die Erwartungen der befragten Analysten.
Gegenwind kam vom Impfstoffgeschäft: Die Nachfrage nach Arexvy, dem RSV-Impfstoff, fiel deutlich; auch Influenza-Impfungen verkauften sich schwächer als im Vorjahresquartal. Der Arexvy-Umsatz ging den vorliegenden Angaben zufolge um 24 Prozent zurück. Restrukturierungskosten belasteten zudem das unbereinigte operative Ergebnis.
Analysten-Einordnung
Die Zielsenkungen deuten darauf hin, dass der Markt die starke Entwicklung bei den Medikamenten derzeit gegen die Unsicherheit im Impfstoffgeschäft abwägt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Das Umsatz- und Gewinnwachstum ist ein positiver Fundamentalfaktor, aber die schwächere Nachfrage nach Impfstoffen bleibt ein sichtbares Risiko für die Erwartungen. Dass mehrere Häuser ihre Kursziele in kurzer Folge senkten, spricht für eine vorsichtigere Bewertung – nicht jedoch für ein einheitliches Verkaufssignal, da einige Analysten ihre neutralen oder haltenden Einstufungen beibehielten.
Zum Kontext: Die GSK-Aktie notierte am 2. November um 07:16 Uhr im Euro-Handel bei 22,13 Euro und lag zu diesem Zeitpunkt 0,45 Prozent im Plus. Die Tagesbewegung allein ändert nichts an der unterschiedlichen Währungsbasis der Analystenziele, die in Pence angegeben sind.
Fazit & Ausblick
GSK hält trotz der gemischten Quartalsentwicklung an seinen Jahreszielen fest. Für den weiteren Ausblick werden entscheidend sein, ob sich die Impfstoffnachfrage stabilisiert und die Stärke der Medikamentensparten anhält. Zusätzlich dürfte der Fortschritt der Forschungspipeline wichtig bleiben: Das Unternehmen erwartet, 2026 insgesamt 22 Studien in die späte Entwicklungsphase zu bringen. Ein nächster konkreter Quartalstermin ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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