Greggs Aktie: UBS stuft von „Kaufen“ auf „Neutral“ ab
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- UBS senkt die Einstufung für Greggs von „Kaufen“ auf „Neutral“ und nennt ein Kursziel von 22,00 GBP.
- Die Q3-Entwicklung zeigte laut UBS eine beschleunigte Like-for-like-Erholung, vor allem dank höherer Absatzmengen.
- Greggs hält an der langfristigen Chance fest, das Filialnetz auf rund 3.500 Standorte auszubauen.
- UBS sieht nach der Neubewertung der Aktie ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis.
Marktanalyse & Details
UBS sieht begrenztes weiteres Aufwärtspotenzial
UBS-Analyst Sreedhar Mahamkali hat Greggs von „Kaufen“ auf „Neutral“ herabgestuft. Das Kursziel liegt bei 22,00 GBP. Zur Begründung verweist die Bank darauf, dass die Aktie seit Jahresbeginn rund 26 Prozent zugelegt habe, nahe an das Kursziel herangerückt sei und damit zu den stärksten Werten des Sektors gehöre.
Auch die Bewertung sei gestiegen: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis habe sich nach UBS-Angaben von etwa dem 14-Fachen zu Jahresbeginn auf rund das 17-Fache erhöht. Damit liege es über dem langfristigen Durchschnitt von ungefähr dem 16-Fachen, gerechnet ohne die Pandemiezeit. UBS bleibt zwar langfristig konstruktiv, hält das Verhältnis von Chancen und Risiken auf dem aktuellen Kursniveau aber für ausgeglichen.
Operative Entwicklung bleibt unterstützend
Die Abstufung folgt nicht auf eine Verschlechterung der Geschäftsaussichten. UBS hebt vielmehr die stärkere Like-for-like-Umsatzdynamik im dritten Quartal hervor, die vor allem durch höhere Absatzmengen getragen worden sei. Das sei ein ermutigendes Signal in einem schwierigen Konsumumfeld und verringere nach Einschätzung der Bank eine zentrale Unsicherheit rund um Greggs’ Wachstumsperspektive.
Beim Filialausbau verfolgt Greggs weiterhin eine langfristige Chance von rund 3.500 Standorten. Das moderatere Tempo bei Neueröffnungen im ersten Halbjahr wertet UBS als Fokus auf höherwertige Standorte und nicht als Aufgabe dieses Ziels. Zudem verweist die Bank auf die starke Gewinnentwicklung im ersten Halbjahr und eine weitere Gewinnanhebung nach dem dritten Quartal.
- UBS nennt Innovationen als einen Treiber der Absatzverbesserung.
- Das Unternehmen strebt für das Geschäftsjahr 2026 Kosteneinsparungen von 11 Millionen GBP an, nach 13 Millionen GBP im Geschäftsjahr 2025.
- Operative Disziplin und Einsparungen sollen die Gewinnentwicklung zusätzlich stützen.
Analysten-Einordnung: Die Herabstufung wirkt vor allem bewertungsgetrieben und ist kein Widerruf der positiven operativen These. Dies deutet darauf hin, dass UBS einen Teil der verbesserten Aussichten bereits im Aktienkurs berücksichtigt sieht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die Erholung bei den Absatzmengen und die Gewinnsteigerung bleiben wichtige Argumente, doch die höhere Bewertung lässt weniger Spielraum für Enttäuschungen.
Fazit & Ausblick
Im Fokus stehen nun die weitere Entwicklung der Absatzmengen, die Umsetzung der Kosteneinsparungen und Greggs’ Fortschritte beim Filialausbau. UBS sieht weiterhin langfristiges Potenzial, hält die Aktie nach dem bisherigen Kursanstieg und der gestiegenen Bewertung jedoch für fairer eingepreist. Ein nächster konkreter Unternehmenstermin ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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