Goldman Sachs Aktie: Bank erhöht Gewinnprognosen für Europas Stoxx 600

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Goldman Sachs hebt die Prognose für das Gewinnwachstum je Aktie im Stoxx Europe 600 2026 auf 18 Prozent an.
  2. Für 2027 erwartet Marktstrategin Sharon Bell nun 7 Prozent Wachstum, für 2028 erstmals 5 Prozent.
  3. Finanz- und Rohstoffwerte tragen laut Goldman besonders stark zur Gewinnentwicklung bei.
  4. Der Wachstumsvorsprung der USA dürfte sich 2027 verringern, bleibt aber vorerst bestehen.

Marktanalyse & Details

Goldman sieht stärkere Gewinnentwicklung in Europa

Goldman-Sachs-Marktstrategin Sharon Bell hat die Prognosen für die Ergebnisentwicklung der Unternehmen im Stoxx Europe 600 angehoben. Für 2026 rechnet sie nun mit einem Plus von 18 Prozent und für 2027 mit 7 Prozent. Für 2028 veranschlagt Goldman erstmals einen Anstieg des Gewinns je Aktie um 5 Prozent.

Die Einschätzung fällt deutlich optimistischer aus als die Konjunkturprognosen der Bank für Europa. Goldman begründet die Differenz unter anderem mit der unterschiedlichen Gewichtung von Branchen in Wirtschaft und Börsenindex: Finanzwerte erwirtschaften demnach 30 Prozent der Indexgewinne, machen aber nur rund 10 Prozent der europäischen Wirtschaftsleistung aus. Auch Energie und Technologie sind an der Börse stärker vertreten, während Immobilien, Einzelhandel und Industrie für die Konjunktur mehr Gewicht haben als für den Index.

US-Vorsprung hängt stark am Technologiesektor

Der US-Markt bietet laut Bell derzeit noch ein höheres Gewinnwachstum. Goldman erwartet jedoch, dass sich der Abstand zu Europa 2027 verkleinert. Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Zusammensetzung der Indizes: Technologieunternehmen stehen für 43 Prozent der Gewinne im S&P 500, im Stoxx Europe 600 sind es 7 Prozent.

Analysten-Einordnung: Die angehobenen Prognosen sprechen für eine verbesserte Gewinnerwartung bei europäischen Indexunternehmen, sind aber kein direkter Hinweis auf höhere Gewinne der Goldman Sachs Group. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Branchenstruktur den Vergleich zwischen Europa und den USA stark prägt: Europas Prognose gewinnt an Stärke, während der US-Markt stärker von der Gewinnentwicklung und Bewertung weniger großer Technologiekonzerne abhängt. Die Prognosen bleiben zudem Erwartungen und können sich mit Konjunktur, Rohstoffpreisen und Unternehmensberichten ändern.

Fazit & Ausblick

Goldmans neue Schätzungen rücken Europas Gewinnperspektiven näher an die der USA heran, ohne den aktuellen US-Vorsprung aufzuheben. Für die weitere Einordnung dürften vor allem die kommenden Unternehmensberichte und die Entwicklung der Finanz- und Rohstoffwerte entscheidend sein. Die Prognosen beziehen sich auf den Stoxx Europe 600 und nicht auf das Ergebnis der Goldman-Sachs-Aktie selbst.

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