Gold Aktie: Notenbanken kaufen 321 Tonnen, Münz- und Barren-Nachfrage sinkt

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Goldesel Kompakt

Das Wichtigste in Kürze

  1. Notenbanken kauften im dritten Quartal weltweit 321 Tonnen Gold – mehr als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.
  2. Gold wurde zuletzt mit 3.947 US-Dollar je Feinunze gehandelt, rund 30 Prozent unter dem Jahreshoch.
  3. Die Nachfrage nach goldbesicherten Wertpapieren sank im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 211,2 Tonnen.
  4. Barren und Münzen waren mit 267,8 Tonnen ebenfalls weniger gefragt; der Rückgang betrug 19 Prozent.

Marktanalyse & Details

Notenbanken stützen die Nachfrage

Die Zentralbanken weiteten ihre Goldreserven im Zeitraum von Juli bis September um insgesamt 321 Tonnen aus. Nach einem verhaltenen Jahresauftakt zog das Kaufvolumen im zweiten und dritten Quartal an. Damit übertraf es den Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Private Anleger zurückhaltender

Gleichzeitig ließ die Nachfrage bei Anlageformen für private und institutionelle Investoren nach. Goldbesicherte Wertpapiere verzeichneten im dritten Quartal einen Rückgang um sechs Prozent auf 211,2 Tonnen. Die Nachfrage nach Barren und Münzen fiel gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 267,8 Tonnen. In China stieg sie, während sie in Indien deutlich zurückging.

Der Goldpreis lag zuletzt bei 3.947 US-Dollar je Feinunze. Zu Jahresbeginn hatte er mit knapp 5.600 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Der aktuelle Preis liegt damit rund 30 Prozent darunter.

Analysten-Einordnung: Die starke Nachfrage der Notenbanken bildet einen strukturellen Gegenpol zur schwächeren Nachfrage nach physischem Gold und goldbesicherten Wertpapieren. Dies deutet auf eine auseinanderlaufende Nachfrage hin: Institutionelle Reservekäufe bleiben robust, während Anleger bei hohen Preisen und einem deutlich gefallenen Kurs zurückhaltender agieren. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Zentralbankkäufe zwar Unterstützung bieten können, kurzfristig aber nicht automatisch eine Erholung des Goldpreises garantieren.

Fazit & Ausblick

Für den weiteren Goldpreisverlauf dürften neben den Käufen der Notenbanken vor allem die Nachfrage nach Barren, Münzen und Goldwertpapieren sowie die Erwartungen an die Zinsentwicklung entscheidend sein. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen ein gemischtes Bild: robuste Reservekäufe treffen auf nachlassendes Anlegerinteresse.

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