Freshworks Aktie: Q3-Gewinn übertrifft Erwartungen, Jahresprognose beim EPS steigt
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Freshworks erzielte im dritten Quartal 2026 einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,22 US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 0,18 US-Dollar.
- Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 14,1 Prozent auf 245,43 Millionen US-Dollar und lag leicht über den Erwartungen.
- Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Freshworks nun ein bereinigtes EPS von rund 0,71 US-Dollar; der Konsens lag bei 0,67 US-Dollar.
- Die Prognose für das vierte Quartal liegt beim Umsatz nahe den Markterwartungen und beim bereinigten EPS auf Konsensniveau.
Marktanalyse & Details
Q3: Gewinn schlägt stärker als Umsatz
Freshworks meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von 245,43 Millionen US-Dollar. Das waren 14,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und knapp mehr als die zuvor erwarteten rund 245,1 Millionen US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 0,22 US-Dollar und übertraf die Schätzung von 0,18 US-Dollar um vier Cent.
Auch auf GAAP-Basis verbesserte sich das Ergebnis: Freshworks wies einen Nettogewinn von 18,3 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,07 US-Dollar je Aktie aus. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen beim GAAP-Ergebnis je Aktie noch einen Verlust von 0,02 US-Dollar gemeldet.
Jahresausblick und operative Entwicklung
Für das Gesamtjahr 2026 stellt Freshworks einen Umsatz von 965 bis 966 Millionen US-Dollar in Aussicht. Diese Spanne liegt ungefähr auf Höhe der Markterwartung von 965,04 Millionen US-Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet das Unternehmen rund 0,71 US-Dollar und damit mehr als der Konsens von 0,67 US-Dollar.
Für das vierte Quartal prognostiziert Freshworks Erlöse zwischen 253,5 und 254,5 Millionen US-Dollar; die Mitte der Spanne liegt nahe der Konsensschätzung von 253,96 Millionen US-Dollar. Das bereinigte EPS soll 0,21 US-Dollar betragen und entspricht damit der Erwartung.
Das Management verwies auf Fortschritte bei der Ausrichtung auf größere Unternehmenskunden: Neue Mehrproduktverträge im Bereich Employee Experience nahmen nach Unternehmensangaben um mehr als 35 Prozent zu. Partner waren an mehr als der Hälfte des Neugeschäfts beteiligt. Freshworks meldete zudem eine bereinigte operative Marge von 30 Prozent und ein Wachstum des bereinigten freien Cashflows um 29 Prozent.
Analysten-Einordnung: Der deutliche EPS-Schlag und die über dem Konsens liegende Jahresprognose für den bereinigten Gewinn sprechen dafür, dass Freshworks seine Profitabilität schneller ausbauen könnte als bislang erwartet. Beim Umsatz fällt die Überraschung dagegen gering aus; auch die Q4-Prognose signalisiert gegenüber den Erwartungen keinen klaren Wachstumsschub. Entscheidend wird daher, ob die stärkere Nachfrage bei größeren Kunden in den kommenden Quartalen nachhaltig in Umsatz und Cashflow mündet. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die Gewinnperspektive verbessert sich, während das Wachstum weiterhin genau beobachtet werden sollte.
Die Freshworks-Aktie notierte laut Lang & Schwarz am 3. November 2026 um 22:58 Uhr bei 12,145 Euro und lag an diesem Tag 3 Prozent im Minus. Die Tagesbewegung allein belegt nicht, wie der Markt die Quartalszahlen bewertet.
Fazit & Ausblick
Freshworks setzte im dritten Quartal die Umsatzexpansion fort und übertraf die EPS-Erwartung. Der angehobene Gewinnblick für 2026 ist ein positives Signal, während der weitgehend konsensnahe Umsatz- und Ergebnisausblick für das vierte Quartal die Messlatte für weitere operative Fortschritte setzt. Im nächsten Quartalsbericht wird insbesondere wichtig sein, ob die Dynamik bei größeren Mehrproduktverträgen anhält und sich in weiterem Umsatz- und Cashflow-Wachstum niederschlägt.
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