Freeport-McMoran Aktie: Kupferproduktion trifft Erwartungen, Goldverkäufe verschieben sich

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Freeport-McMoRan produzierte im dritten Quartal 2026 rund 830 Millionen Pfund Kupfer und lag damit im Rahmen der Erwartungen.
  2. Der Kupferabsatz soll etwa 750 Millionen Pfund erreichen; Goldverkäufe werden durch verschobene Lieferungen belastet.
  3. Die Stückkosten dürften rund fünf Prozent über der Juli-Schätzung von 2,00 US-Dollar je Pfund liegen.
  4. Der Hochlauf der Grasberg-Block-Cave-Mine schreitet voran; 80 Prozent der Kapazität sind für Mitte 2027 angepeilt.

Marktanalyse & Details

Kupfer stabil, Goldabsatz durch Timing belastet

Die konsolidierte Kupferproduktion von Freeport-McMoRan lag im dritten Quartal 2026 mit rund 830 Millionen Pfund auf dem erwarteten Niveau. Etwas bessere Ergebnisse im internationalen Geschäft glichen eine leicht geringere Förderung in den USA aus. Für den Absatz erwartet der Konzern etwa 750 Millionen Pfund Kupfer – entsprechend der Schätzung vom Juli.

Bei Gold trennen sich Produktion und Absatz deutlicher: Die Förderung belief sich auf rund 230.000 Unzen, während die Verkäufe voraussichtlich etwa 100.000 Unzen erreichen. Bei PT Freeport Indonesia wurden rund 60.000 Unzen raffiniertes Gold aus dem dritten in das vierte Quartal verschoben. Das Unternehmen führt den niedrigeren erwarteten Absatz teilweise auf diesen zeitlichen Effekt zurück.

Kosten und operative Bedingungen

Die konsolidierten Netto-Cash-Kosten je Pfund Kupfer dürften etwa fünf Prozent über der Juli-Prognose von 2,00 US-Dollar liegen, also bei rund 2,10 US-Dollar. Als wesentlichen Grund nennt Freeport geringere Nebenproduktgutschriften infolge der verschobenen Goldverkäufe. Der erwartete durchschnittliche Verkaufspreis für Kupfer im Quartal liegt laut Unternehmen über 6,50 US-Dollar je Pfund.

In den USA dämpften häufigere lokale Überflutungen, Stromausfälle und starke Winde die Betriebsraten. In Indonesien begünstigte trockenes Wetter zwar den Abbau, erschwerte jedoch teilweise den Betrieb der Aufbereitung. Die Auswirkungen auf die Produktion seien bislang begrenzt und würden aktiv gesteuert.

Grasberg-Ausbau und Schmelzbetrieb

Der stufenweise Hochlauf der unterirdischen Grasberg-Block-Cave-Mine machte weitere Fortschritte. Der tägliche Mühlendurchsatz lag im Quartal im Durchschnitt bei rund 140.000 Tonnen Erz, davon kamen etwa 70.000 Tonnen aus der Block-Cave-Mine. Arbeiten am Materialtransportsystem sollen Anfang 2027 abgeschlossen sein; zudem laufen Vorbereitungen für einen Produktionsstart im Bereich Production Block 1S bis Mitte 2027.

Freeport hält an seinem Ziel fest, Mitte 2027 rund 80 Prozent der Kapazität zu erreichen und sich bis Ende 2027 der vollen Kapazität anzunähern. Die Schmelze von PT Freeport Indonesia in Ostjava nahm Ende August nach der vorübergehenden Stilllegung im Anschluss an den Vorfall von September 2025 den Betrieb wieder auf. Der Hochlauf verläuft nach Unternehmensangaben planmäßig.

Analysten-Einordnung: Die stabile Kupferförderung stützt die operative Ausgangslage, doch der Quartalsbericht zeigt zugleich, dass Absatzzeitpunkte und Betriebsstörungen die kurzfristige Kosten- und Erlösentwicklung beeinflussen. Die verschobenen Goldlieferungen sprechen zunächst für einen zeitlichen Versatz und nicht automatisch für einen dauerhaften Ausfall von Verkäufen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben der Förderung besonders die bestätigten Absatzmengen und die Kosten im vierten Quartal relevant werden. Der Fortschritt in Grasberg bleibt ein wichtiger mittelfristiger Faktor, ist aber weiterhin an den planmäßigen Abschluss der Arbeiten und den weiteren Hochlauf gebunden.

Fazit & Ausblick

Im Mittelpunkt der nächsten Quartalsaktualisierung stehen die tatsächlichen Kupfer- und Goldverkäufe, die Entwicklung der Netto-Cash-Kosten sowie der Fortgang des Grasberg-Ausbaus. Freeport erwartet den nächsten größeren Kapazitätsschritt in Grasberg für Mitte 2027; ein genauer Termin für die nächste Ergebnisveröffentlichung ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

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