Ford Motor Aktie: Ford hebt Gewinnuntergrenze trotz Rohstoffdruck an
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Ford steigerte das bereinigte operative Ergebnis im dritten Quartal auf 2,7 Milliarden US-Dollar, während der Nettogewinn auf 2,05 Milliarden sank.
- Der Autobauer erwartet 2026 nun ein bereinigtes EBIT von 10,5 bis 11 Milliarden US-Dollar und hob damit die Untergrenze um 500 Millionen an.
- Rohstoffkosten dürften Ford in diesem Jahr mit knapp 2,5 Milliarden US-Dollar belasten; zuvor hatte der Konzern mit gut 2 Milliarden gerechnet.
- Der Absatz von Elektroautos fiel um 31 Prozent auf 34.000 Fahrzeuge, der operative Verlust der Sparte verringerte sich jedoch auf gut 1 Milliarde US-Dollar.
Marktanalyse & Details
Quartalszahlen: höheres bereinigtes Ergebnis, schwächerer Nettogewinn
Ford erzielte im dritten Quartal einen Konzernumsatz von 49,5 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte EBIT stieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 2,6 auf 2,7 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn ging dagegen um gut 16 Prozent auf rund 2,05 Milliarden Dollar zurück; das verwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 0,50 Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie von 0,49 Dollar übertraf die Markterwartung von 0,41 Dollar.
Rohstoffpreise und regionaler Gegenwind
Die Belastung durch Rohstoffe dürfte 2026 nun knapp 2,5 Milliarden Dollar erreichen. Im Geschäft mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sank der Umsatz um drei Prozent auf 27,1 Milliarden Dollar. Ford verwies dabei auch auf schwächere Verkäufe im Nahen Osten im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Das Unternehmen kalkuliert zudem mit rund einer Milliarde Dollar an Einsparungen bei Material- und Garantiekosten.
Elektroautos bleiben Verlustbereich
Die Verkäufe von Elektroautos gingen auf 34.000 Fahrzeuge zurück. Dazu trug unter anderem bei, dass Ford die elektrische Version des großen Pickups F-150 aus dem Angebot nahm. Der operative Verlust der Sparte Model e sank im Jahresvergleich von 1,4 Milliarden auf gut eine Milliarde Dollar. Für das Gesamtjahr erwartet Ford weiterhin einen Model-e-Verlust von etwa 4 Milliarden Dollar.
Prognose und Analysten-Einordnung
Ford hob die Untergrenze seiner Prognose für das bereinigte Jahres-EBIT von 10 auf 10,5 Milliarden Dollar an; die Obergrenze bleibt bei 11 Milliarden. Die Erwartung für den bereinigten Free Cashflow bestätigte der Konzern bei 6 bis 7 Milliarden Dollar, die Investitionsausgaben bei 9,5 bis 10,5 Milliarden. Ford erwartet für 2027 eine Profitabilität ungefähr auf dem Niveau von 2026 und bezeichnet das Jahr als grundlegend für die weitere Entwicklung.
Analysten-Einordnung: Die angehobene Gewinnuntergrenze und das höhere bereinigte Quartalsergebnis zeigen, dass Ford operative Verbesserungen erzielt, obwohl Rohstoffkosten und regionale Absatzschwäche belasten. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung ein gemischtes Signal: Die bessere Prognose stützt die Ergebniserwartungen, während der rückläufige Nettogewinn und die anhaltenden Verluste im Elektrogeschäft die Qualität und Nachhaltigkeit des Fortschritts begrenzen. Zudem schließt die Prognose mögliche Folgen einer deutlichen Verschärfung des Nahostkonflikts oder eines erheblichen Abschwungs der US-Wirtschaft ausdrücklich nicht ein.
Fazit & Ausblick
Im Fokus stehen nun die Umsetzung der höheren Jahresprognose, die Entwicklung der Rohstoffkosten und die Fähigkeit, die Verluste der Elektrosparte weiter einzudämmen. Ford bestätigte seine Free-Cashflow- und Investitionsplanung; zugleich bleibt der Ausblick anfällig für geopolitische Risiken und eine mögliche Abkühlung der US-Nachfrage. Ein konkreter Termin für die nächsten Quartalszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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